Golden Globe Race
Weltumsegler Van Den Heede: mit 73 Jahren nonstop zum Sieg

212 Tage hat der Franzose für die Wiederauflage der ersten Nonstop-Weltumsegelung von 1968 benötigt. Report über ein außergewöhnliches Rennen und seinen Sieger

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 19.02.2019
Surft auf der Welle der Ziellinie entgegen: Jean-Luc Van Den Heede auf seiner Rustler 36 "Matmut", der Gewinner des Golden Globe Race 2018. Es wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten Nonstop-Regatta um die Welt von 1968/69 ausgerichtet Surft auf der Welle der Ziellinie entgegen: Jean-Luc Van Den Heede auf seiner Rustler 36 "Matmut", der Gewinner des Golden Globe Race 2018. Es wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten Nonstop-Regatta um die Welt von 1968/69 ausgerichtet Surft auf der Welle der Ziellinie entgegen: Jean-Luc Van Den Heede auf seiner Rustler 36 "Matmut", der Gewinner des Golden Globe Race 2018. Es wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten Nonstop-Regatta um die Welt von 1968/69 ausgerichtet

Christophe Favreau/PPL/GGR Surft auf der Welle der Ziellinie entgegen: Jean-Luc Van Den Heede auf seiner Rustler 36 "Matmut", der Gewinner des Golden Globe Race 2018. Es wurde anlässlich des 50-jährigen Jubiläums der ersten Nonstop-Regatta um die Welt von 1968/69 ausgerichtet

Als Jean-Luc Van Den Heede am Morgen des 29. Januar 2019 nach 212 Tagen auf See die Ziellinie des Golden Globe Race unter Spi quert, sichert er sich den Sieg in dieser besonderen Regatta um die Welt. Anlässlich des 50-Jahre-Jubiläums des Sunday Times Golden Globe Race von 1968/69 waren am 1. Juli 2018 Einhand-Skipper aus 13 Ländern gestartet, um das Abenteuer einer Weltumsegelung mit ähnlich rudimentärer Ausrüstung wie einst zu bewältigen.

Damals gewann Robin Knox-Johnston und segelte als erster Mensch überhaupt allein und nonstop um den Globus. Am 29. Januar gut 50 Jahre später stand Sir Robin (nach dem Pioniertörn wurde er von der Queen geadelt) am Steg in Les Sables d’Olonne, als Jean-Luc Van Den Heede nach knapp sieben Monaten auf See seine Rustler 36 "Matmut" erstmals wieder an einen Steg manövrierte.

"Ich bin glücklich, wieder hier zu sein", sagte der Hochseeprofi, der mit dem Golden Globe Race seine sechste Nonstop-Weltumsegelung vollendete. Vor allem die letzten 400 Seemeilen vor dem Ziel hatten Van Den Heede dabei noch einmal alles abverlangt, da er in der Biskaya gleich mit zwei Stürmen zu kämpfen hatte.

YACHT/K.Müller Sir Robin Knox-Johnston (l.) heißt Jean-Luc Van Den Heede willkommen

Doch die Strapazen ließ sich der aus Amiens in Nordfrankreich stammende Van Den Heede nicht anmerken – ganz im Gegenteil wirkte er fröhlich und brachte in gewohnt entspannter Manier die wartenden Fans, Familie und Journalisten mit trockenem Humor und fast schon britischem Understatement gleich mehrfach zum Lachen.

"Ich habe das Rennen aus Spaß gemacht. Mit einfachen Mitteln wie damals zu navigieren hat mich gereizt", sagte er. Seine härteste Regatta sei das Golden Globe Race aber nicht gewesen, erzählte Van Den Heede: Die Vendée Globe 1992/93, bei der als Zweiter hinter Alain Gautier ins Ziel kam, habe ihm mehr abverlangt.

Zweiter wurde bei dieser Premiere des neuen Golden Globe Race, das laut Initiator Don McIntyre nun alle vier Jahre stattfinden soll, der Niederländer Mark Slats. Drei Skipper waren bei Redaktionsschluss noch unterwegs.

Den großen Bericht über die Premiere des Golden Globe Race, seinen Sieger Jean-Luc Van Den Heede und dessen Boot, über die Frage, warum weit über die Hälfte der teilnehmenden Yachten aufgeben mussten sowie ein Interview mit Sir Robin Knox-Johnston lesen Sie in YACHT 5/2019, die ab heute im Handel erhältlich ist.

Hier geht es zum Live-Tracker des Golden Globe Race .


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Themen: BiskayaEinhand-WeltumsegelungFinishGolden Globe Race 2018Jean-Luc Van Den HeedeLes Sables d’OlonneMark SlatsWeltumsegelung solo nonstop

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