Segelspezial
Trichter oder Rolle: Bergehilfen für Gennaker & Spi im Test

Top-Down-Furler sollen das Handling von Gennakern vereinfachen. Doch wie machen sich die Anlagen in der Praxis, und sind Bergeschläuche die bessere Alternative?

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 26.09.2017
Trichter oder Rolle: Bergehilfen für Gennaker & Spi im Test Trichter oder Rolle: Bergehilfen für Gennaker & Spi im Test Trichter oder Rolle: Bergehilfen für Gennaker & Spi im Test

YACHT/Nico Krauss Trichter oder Rolle: Bergehilfen für Gennaker & Spi im Test

Vorwindsegel führen auf vielen Yachten ein trauriges Dasein. Gerade kleine Crews trauen sich den Umgang mit den leichten, aber meist auch großen Tüchern nicht zu und lassen Spi und Gennaker lieber im Sack.
Ganz unbegründet ist der Respekt vor den Segeln nicht – immerhin verdoppelt ein gut dimensionierter Gennaker die Segel­fläche des Bootes. Bei schwachen Bedingungen gesetzt, kann das Bergen bei mehr Wind für ungeübte Crews zum Kraftakt werden. Abhilfe versprechen Bergeschlauch und Top-Down-Furler.

Die ersten Bergeschläuche kamen Ende der sieb­ziger Jahre auf den Markt. Sie bestanden aus einer einfachen Röhre aus Spinnakertuch, die am unteren Ende durch einen Drahtring offen gehalten wurde. Mithilfe einer am Topp umgelenkten Leine ließ sich der Schlauch zusammenraffen und das Segel freigeben. Zum Bergen wurde der Ring wieder nach unten übers Segel gezerrt, und das Tuch verschwand im Schlauch.

YACHT/Nico Krauss Die Ausführung des Schlaucheinlaufs hat großen Einfluss auf die Funktion des Systems, hier eine aufblasbare Variante von Oxley

Nach diesem Prinzip funktionieren auch die heutigen Bergehilfen. Technisch hat sich aber einiges geändert, was die Bedienung sicherer und komfortabler gemacht hat. Vor allem sind die simplen Ringe zu mehr oder minder aufwendigen Trichterkonstruktionen geworden. Von der textilen Lösung über aufblasbare Modelle bis zum edlen Kohlefaserschlund reicht die Bandbreite. Durchmesser und Länge der Schläuche variieren dabei ebenso wie die Führung der Bergeleine.

YACHT/Nico Krauss Top-Down-Furler. Der Gennnaker wird vom Segelkopf aus eingerollt

Deutlich neuer ist die Idee, den Gennaker wie eine Genua einzurollen. Da das Vorwindsegel seine größte Fläche im Topp hat, wird anders als bei der Am-Wind-Garderobe auch von oben gewickelt; das Sichwort heißt Top-Down-Furling. Ein Leinenzug, schwupp – schon steht das bunte Tuch und ist, zack, ebenso zügig wieder eingedreht. Dazu könnte man das Segel prima wegrollen, um die Halse zu vereinfachen und es danach dann wieder zu nutzen. Oder den Gennaker auch schon mal stehen lassen beziehungsweise im Hafen setzen, auch wenn er erst später zum Einsatz kommen kann. Das klingt klasse – aber wie sieht die Realität aus?

Yacht/N. Krauss Die Rollanlage mit Endlosleine treibt das Torsions-Stag von unten an

Insgesamt neun Top-Down-Rollanlagen und zehn Bergeschläuche haben wir in der Praxis ausprobiert. Welches Konzept sich dabei am besten bewährt und worauf man bei der Auswahl einer Rollanlage oder eines Bergeschlauchs achten sollte, lesen Sie in YACHT 21/2107. Das Heft ist ab 27. September am Kiosk erhältlich oder kann sofort als digitale Ausgabe geladen werden .


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der YACHT-App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: BergeschlauchFurlerGennakerGennakerrollanlageRollgennakerSegelspezialSpinnakerTopdownTop-Down

Anzeige