Schlafsysteme
Gute Nacht: mehr Komfort an Bord

Größe und Güte der Matratzen haben großen Einfluss auf die Liegequalität. Wie sich die Koje für erholsamen Schlaf verbessern lässt

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 07.03.2022
Selbst mit Verbreiterung ist diese Salonkoje eher etwas für eine Person. Zudem verschlechtern die unterbrochenen Polster den Liegekomfort Selbst mit Verbreiterung ist diese Salonkoje eher etwas für eine Person. Zudem verschlechtern die unterbrochenen Polster den Liegekomfort Selbst mit Verbreiterung ist diese Salonkoje eher etwas für eine Person. Zudem verschlechtern die unterbrochenen Polster den Liegekomfort

YACHT/N. Krauss Selbst mit Verbreiterung ist diese Salonkoje eher etwas für eine Person. Zudem verschlechtern die unterbrochenen Polster den Liegekomfort

Sanft und gleichmäßig schmatzen kleine Wellen gegen den Rumpf, irgendwo wünschen sich ein paar Möwen leise gute Nacht, sonst ist kaum ein Laut zu hören. Durch das offene Vorluk blinken die Sterne – nach einem ereignisreichen Segeltag ist alles zur Ruhe gekommen. Eigentlich optimale Voraus­setzungen für eine ungestörte Nacht.

Dank der entspannten Grundstimmung findet die Crew in der Regel leicht in den Schlaf – doch erholsam ist der leider nicht immer. Die Probleme sind komplex. Zum einem muss die Koje genug Platz bieten. Aber nicht nur der Raum muss zum Ruhen reichen, auch die Polster müssen passen. Das fängt schon mit der Aufteilung an. Zuweilen sind Einzelteile optimal geschnitten, um an die unter der Koje verbauten Stauräume zu kommen, aber nicht, um darauf bequem liegen zu können. Dann vermag ein sogenannter Topper Wunder zu wirken.

Serienpolster können nicht den Liegekomfort einer individuellen Matratze bieten

„Platzhalter“ nennt Stefan Bolz vom Matratzenhersteller Laroma aus Schleswig die Grundausstattung der Werften wenig schmeichelhaft. „Die Polster sollen vor allem schön aussehen“, so Bolz. Tatsächlich wird dem Liegekomfort werftseitig oft wenig Aufmerksamkeit geschenkt. Selbst auf teuren Langfahrtyachten ist äußerst selten etwas anderes als eine aus Schaumstoff geschnittene Einlage vorhanden. Je nach Bootsgröße und Anspruch sind sechs bis elf Zentimeter Materialstärke üblich, vereinzelt zwölf und mehr.

Hersteller Federkern für den Bordeinsatz, nur eine der möglichen Bauformen für eine individuelle Matratze. Hier das Modell „Dream-Spring“ von Calypso. Unterschiedlich feste Kunststofffedern sorgen für dauerhafte Punktelastizität

Das ist weit weg von den rund 20 Zentimetern einer Mehrzonen-Matratze fürs heimische Bett. Kein Wunder also, dass an manchem Morgen das Kreuz zwickt, weil Nackenmuskeln verspannt oder Bandscheiben gestaucht sind. Doch das muss nicht sein: Mit einer individuell angepassten Matratze lässt sich der Liege- und Schlafkomfort an Bord deutlich steigern. Welche Matratzensysteme es gibt, was sie leisten und wo die Vorteile einer Unterfederung liegen, haben wir in YACHT 6/2022 zusammengestellt.


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