Werkstatt
Per Knopfdruck auf Kurs bleiben

Fest installierte Autopiloten gehören heute quasi zum Standard – wie die Nachrüstung auch auf pinnengesteuerten Yachten möglich ist

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 02.01.2013

H. Schmidt Für den Unter-Deck-Antrieb muss der Koker gekürzt und ein Anlenkhebel auf die Ruderwelle montiert werden

Ein gut funktionierender Autopilot ersetzt locker ein Crewmitglied – und noch besser: Der elektrische Steuermann ermüdet nicht und hält selbst nach einer langen Nachtwache hochkonzentriert den gewünschten Kurs. Die Kombination aus Pinnensteuerung und Autopilot führt aber nicht immer zum gewünschten Erfolg.

Häufig anzutreffen sind sogenannte Pinnenpiloten, also bei Bedarf an die Pinne gesteckte Antriebe. Für sie sprechen Anschaffungspreis und geringer Installationsaufwand. In der Praxis halten die zierlichen Schubstangen größere Boote unter Mo­tor und bei Leichtwind auf Kurs; im Seegang und sobald es auffrischt, sind die Kraftreserven aber schnell erschöpft. Für agile Kurzkieler sind die Antriebe oft auch zu langsam. Bis der Kompass des Autopiloten das Andrehen registriert hat und entsprechend Gegenruder gelegt wurde, ist die Yacht längst vom Kurs. Die Folge: Obwohl der Antrieb lautstark ar­bei­tet, ist das Kielwasser eine Schlangen­linie, und die Segel killen. Besonders raumschots muss somit schon bei moderaten Bedingungen von Hand gesteuert werden.

Abhilfe schafft ein System zum Festeinbau, wie es auf radgesteuerten Schiffen üblich ist. Deren Antriebe sind deutlich leistungsfähiger und können somit auch schneller Ruder legen. An Hand des GHP-12-Autopiloten von Garmin zeigen wir Schritt für Schritt, wie man einen solchen Linearantrieb auf einem pinnengesteuerten Boot installiert.


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