Energieversorgung
Lithium oder Blei: welches Akkusystem an Bord das Beste ist

Worin die Unterschiede zwischen Blei- und Lithiumtechnologie liegen und was die modernen Energiespeicher für Segler so interessant macht

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 17.03.2020
Um den Energiebedarf zu decken sind nicht nur auf Langfahrt effiziente Stromspeicher gefragt Um den Energiebedarf zu decken sind nicht nur auf Langfahrt effiziente Stromspeicher gefragt Um den Energiebedarf zu decken sind nicht nur auf Langfahrt effiziente Stromspeicher gefragt

Johannes Erdmann Um den Energiebedarf zu decken sind nicht nur auf Langfahrt effiziente Stromspeicher gefragt

Seit über 150 Jahren sind Akkus mit Blei-Säure-Technik auf dem Markt. 1854 konnte Wilhelm Sinsteden zum ersten Mal Strom aus Blei und Schwefelsäure produzieren. Später wurde seine Batterie vom Franzosen Gaston Panté weiterentwickelt. Doch erst 27 Jahre danach schaffte es Henri Tudor, einen massenproduzierbaren Akku zu bauen.

Seit damals hat sich – rein prinzipiell – nicht viel verändert. Mit der Einführung von gelförmig gebundener Säure wurden die Akkus auslaufsicher, schließlich hat Gates Rubber 1972 eine mit Säure getränkte Glasmatte entwickelt – der "Absorbed Glass Mat"-Akkumulator (AGM) war geboren. Er darf tiefer entladen werden, kann große Ströme abgeben, neigt weniger stark zur Sulfatierung, gibt kein Knallgas ab und läuft nicht aus. Bis vor Kurzem galten derartige AGM-Akkus als das Nonplusultra in Bezug auf Stromspeicherung – bis die Lithiumakkus auf den Markt kamen.

Yacht / N.Campe Lithiumakkus (rot) nehmen fast bis zum Vollzustand allen Strom auf, den das Ladegerät hergibt. Die Ladezeit ist daher wesentlich kürzer als bei Bleiakkus vergleichbarer Kapazität

Der Lithiumakku arbeitet mit einer völlig neuen Technologie und ist auf den ersten Blick sehr teuer. Die Frage ist nun: Für welche Boote eignen sich die neuen Akkus, und für wen ist der bis vor Kurzem noch hoch gepriesene AGM-Akku weiterhin geeignet?

Die Antwort ist alles andere als trivial, sondern richtet sich nach dem individuellen Nutzungsverhalten und lässt sich mithilfe folgender vier Fragen konkretisieren:

1. Wie hoch ist der tägliche Stromverbrauch?
2. Wie oft soll geladen werden?
3. Wie schnell soll geladen werden?
4. Womit soll geladen werden?

Wie man den zum Bedarf passenden Akku findet und was bei einem Technologiewechsel am Bordnetz verändert werden sollte, um das optimale Ergebnis zu erreichen, lesen Sie in YACHT 7/2020. Das Heft ist ab sofort im Handel oder hier als digitale Ausgabe erhältlich.


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