Delphia 31
Kompakte Kampfansage aus Polen

Solide Segelleistungen, viel Platz, gefällige Optik an und unter Deck: Mit der Delphia 31 wollen die Polen ein Stück vom Großserien-Kuchen

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 03.07.2012

YACHT / M. Amme Gefällige Optik. Die neue Delphia 31 hoch am Wind

Bis zur Delphia 31 war es ein langer Weg – nicht nur, weil das Testboot in Heiligenhafen ganz außen am Steg auf dem vorletzten Liegeplatz lag. Auch hat die Werft viele Jahre gebraucht, um sich auf dem westeuropäischen Markt zu etablieren. Nicht, dass die Qualität nicht stimmte. Im Gegenteil, die Bootsbauer aus Masuren fertigen schon lange Rümpfe für skandinavi­sche Premiumwerften. Trotzdem haftete den Yachten unter der eigenen Marke Del­phia irgendwie immer ein Ostimage an. Ein Grund war sicherlich das Design der ersten Modelle. Die leicht schwülstige, stark ge­rundete Formensprache an Deck und der äu­ßerst massive Holzausbau im Inneren har­monierten nie wirklich und trafen auch kaum den Geschmack der deutschen Segler.

YACHT / M. Amme Blick in den Salon der Delphia 31

Abhilfe schaffte erst das Engagement von Birgit Schnaase. Wenn auch nicht direkt beteiligt, so sind die Spuren der Hamburger Innenarchitektin auch bei der neuesten Schöpfung der Polen zu erkennen. Die Delphia 31 zeigt eindeutig die Designelemente des 47-Fuß-Topmodells, sowohl für die markan­te Fensterpartie mit angeschlossenen Lüftungslamellen wie auch bei der Linien­führung des Rumpfes. Ganz im Stil der Zeit kommt die kleine Schwester mit einem breiten Heck daher, das zudem offen ist. Ebenfalls auffällig sind die recht breiten Seitendecks, sie sorgen achtern für viel Bewegungsfreiheit an den Ge­nua­winschen und neben dem Aufbau für einen bequemen Durchgang.

YACHT / M. Amme Breites Heck und offener Spiegel. Das Steuerrad ist zu klein

Ob die Neukonstruktion auch auf dem Wasser hält, was die Optik verspricht, konnten wir bei strammen 5 bis 6 Beaufort aus Nordost vor Heiligenhafen testen. Leichter Gegenstrom ließ außerhalb der Abdeckung eine unangenehm ruppige und sehr steile See von etwa 1,5 Metern Höhe ent­stehen, nicht eben einfache Bedingungen für eine 9,5 Meter lange Yacht mit derart viel Volumen.

Wie sich die Polin schlug und ob die Wohnqualitäten mit den Wettbewerbern von Bavaria, Hanse, Beneteau und Jeanneau mithalten können, lesen Sie in YACHT 15/2012, ab 4.7. am Kiosk.


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Themen: CruiserDelphiaDelphia 31Polen

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