Beschläge
Fallenstopper: sieben akuelle Modelle im Test

Bei Hebelklemmen hat man die Wahl zwischen mehr oder minder bissigen Metallteilen und textilen Alternativen mit enormen Haltekräften. Welche Technik besser ist

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 02.02.2021
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Hauke Schmidt Fallenstopper: sieben akuelle Modelle im Test

Kaum ein Beschlag sorgt so regelmäßig für Verdruss wie der Fallenstopper. Zerbissenes Tauwerk und mangelnde Haltekraft sind die häufigsten Probleme, aber auch Bedienung und der Schlupf der Klemmen lassen immer wieder zu wünschen übrig. Besonders betroffen sind Großserienyachten, bei denen der Eigner Segel und Tauwerk aufgerüstet hat. Je weniger Tuch und Leine recken, desto größer werden die Belastungen in Böen oder starkem Seegang.

Das schwächste Glied in der Kette ist in der Regel der Stopper. Ein grenzwertig kleines und günstiges Modell mag mit der Serienausstattung noch klarkommen – sobald aber Tauwerk mit Dyneema-Kern, Laminatsegel oder gar beides an Bord geholt werden, ist Frust programmiert. Statt sich über die verbesserten Segeleigenschaften zu freuen, stellt sich die Investition in hochwertige Segel und Fallen als praktisch nutzlos heraus, da die Klemme die Leine beim Entlasten der Winsch durchrutschen lässt oder den Mantel des teuren Falls beim ersten Öffnen unter Last beschädigt.

Textile Technik

Nachdem bei den Fallenstoppern lange Zeit keine wirklichen Innovationen zu beobachten waren, sind inzwischen zwei völlig neue Systeme am Markt. Den Anfang machte der 2012 vorgestellte Constrictor des französischen Tauwerksherstellers Cousin Trestec, der inzwischen von Ronstan vertrieben wird. Anstelle von Metallbacken kommt ein gut 60 Zentimeter langer Flechtschlauch aus hochfestem Technora zum Einsatz. Ebenfalls auf ein Technora-Geflecht setzt der brandneue XTX-Stopper von Spinlock. Der Flechtschlauch fällt allerdings wesentlich kürzer aus und wird mit einer Edelstahlfeder gespannt. Verglichen mit konventionellen Stoppern besitzen die Flechtschläuche eine um ein Vielfaches größere Kontaktfläche zum Fall, damit sollten enorme Haltekräfte erreichbar sein und das Tauwerk zudem geschont werden.

Hauke Schmidt Das Innenleben der XTX von Spinlock. Die Klemme arbeitet mit einem Flechtschlauch aus Technora. Das Holzstäbchen dient als Einfädel-Hilfe für das Fall

Ob die genial einfachen System auch in der Praxis überzeugen, haben wir mit unterschiedlichen Fallen auf dem Tauwerksprüfstand getestet. Dabei mussten sich Constrictor und XTX gegen die neuesten Ausführungen konventioneller Hebelkemmen von Antal, Spinlock, Rutgerson und Ultramarine behaupten. Die Ergebnisse lesen Sie in YACHT 4/2021, die ab heute im Handel und online erhältlich ist sowie als Digital-Version zur Verfügung steht.


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