Windkraft
Erstmals Protest gegen Offshore-Parks

Bislang haben sich Segler mit der "Verspargelung" großer Seegebiete einigermaßen arrangiert. Nun aber gibt's Widerstand an der Ostseeküste

  • Uwe Janßen
 • Publiziert vor 7 Jahren

T. Eibensberger Der Zwölfer „Heti“ passiert einen Windpark in der Ostsee

Die Energiewende hat ihren Preis: Gewaltige Flächen in Nord- und Ostsee werden mit Windkraftanlagen bebaut. Bis dato geschah das relativ küstenfern, sodass Segler die Auswirkungen hauptsächlich bei Hochseereisen zu spüren bekamen. Nun entspricht der derzeitige Entwicklungsstand lediglich rund zwei Prozent dessen, was an Windkraftleistung politisch schon als Ziel beschlossen ist. Die Planungen für den weiteren Ausbau aber sorgen derzeit für Unmut.

Vor Mecklenburg-Vorpommern sind im Landesraumentwicklungsprogramm Flächen für Offshore-Parks ausgewiesen, die bis dicht vor die Küste reichen. Unter anderem sind davon populäre Reviere wie vor Warnemünde, Kühlungsborn, dem Darß und Rügen betroffen. Der Landesseglerverband mahnt, diese Pläne enthielten „ein Gefährdungspotenzial für Freizeitsegler“. Außerdem sei es kaum möglich – sollten die Vorhaben so umgesetzt werden –, vernünftige Regattakurse auszulegen. Maßgeblich betroffen wäre die Warnemünder Woche.

Die YACHT hat über das Thema Offshore-Windenergie mit Seehauptkapitän Raven Kurtz gesprochen. Er ist bei der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt der für dieses Thema zuständige Experte. In der aktuellen Ausgabe erläutert Kurz, wie die Ausweisung von Windparkflächen vonstatten geht, warum wo welche Befahrensregeln gelten und wo sich Segler über die aktuelle Situation informieren können.

Themen: Offshore-WindparksWindkraft


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