Round the Island
Englands größte Volksregatta ist 80

Fast 2.000 Boote haben sich Ende Juni ein spektakuläres Rennen um die Isle of Wight geliefert. Mit dabei war auch eine deutsche Yacht

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 30.07.2011

TH Martinez/Sea&Co/onEdition Round the Island Race

Die Jubiläumsveranstaltung verlangte den Crews alles ab, über die von starken Strömungen heimgesuchten Gewässer rund um die berühmte Insel im englischen Solent fegte Starkwind. Zeitweise erreichten die Wellen drei Meter Höhe.

Die Folge: Rund ein Viertel der über 1.900 gemeldeten Schiffe musste das Rennen vorzeitig abbrechen. Mastbrüche, gerissene Segel und sogar einige Kenterungen hielten die Rettungskräfte stundenlang in Atem. Wer es bis ins Ziel schaffte, konnte zu Recht stolz sein.

J.P. Morgan Asset Management Round the Island Race 2011

21 Bilder

Impressionen Round the Isle of Wight Race 2011

Das J. P. Morgan Asset Management Round the Island Race, so der offizielle Name der Regatta, ist die größte ihrer Art in Großbritannien. Gegründet vor 30 Jahren als reine Fahrtensegler-Veranstaltung mit vornehmlich kleinen Booten, haben sich im Laufe der Jahrzehnte auch größere Schiffe bis hin zu Megayachten und Offshore-Racern ins Feld gemischt. Zudem tummeln sich längst neben den Amateurseglern viele Proficrews auf den Booten.

Dennoch hat die Regatta bis heute nichts von ihrer "Volksnähe" verloren. Immer noch stellen Fahrtenschiffe das Gros des Feldes. Mehr noch, sogar Jollen und Strandkats wie auch klassische Holzboote begeben sich Jahr für Jahr auf den 50 Seemeilen langen Weg um die Insel.

TH Martinez/Sea&Co/onEdition Round the Island Race

Genau das macht den Reiz dieser besonderen Veranstaltung aus. Da drängen sich 20-Fuß-Boote unbeeindruckt zwischen Mega-Tris. Da entfalten sich vor den berüchtigten Needles, der von der See aberwitzig geformten Felsgruppe, über 1.000 Spinnaker auf einmal. Da müssen alle, ob groß oder klein, mit den Widrigkeiten des Reviers kämpfen.

Und das seit nunmehr 80 Jahren. Als das Rennen 1931 zum ersten Mal angeschossen wurde, hatte sich das wohl niemand träumen lassen. Das Video lässt die vergangenen Jahrzehnte noch einmal Revue passieren.

Deutsche Yachten sucht man beim Round the Island Race meist vergebens. In diesem Jahr aber war eine deutsche Fahrtenseglercrew dabei. Ihre Erlebnisse und Eindrücke sind nachzulesen in der neuen YACHT (Heft 17/2011, ab Mittwoch, den 3. August, am Kiosk).


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Themen: ReiseRound the Island Race 2011

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