Abenteuer
Ein Jahr gefangen im arktischen Eis

Der Hamburger Hauke Trinks hat einen Sommer und Winter lang auf seinem Schiff im Norden Spitzbergens ausgeharrt. Schon zum zweiten Mal

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 06.12.2011

H. Trinks Die "Mesuf" von Hauke Trinks in einer Bucht im Norden Spitzbergens

Der Mann ist Wissenschaftler. Genauer gesagt Klimaforscher. Lange Jahre hat er als Professor gelehrt. In Norwegen und später dann an der Technischen Universität Hamburg-Harburg.

Der Mann ist aber auch Segler. Genauer gesagt Extremsegler. Seine Leidenschaft gilt den polaren Regionen. Insbesondere der Arktis. Mit seiner "Mesuf", Heimathafen Burgstaaken auf Fehmarn, erforscht er sie.

Das Schiff ist ein stählerner, schwarz lackierter Doppelknickspanter, 26 Jahre alt, 39 Fuß lang und beladen zwölf Tonnen schwer. Slupgetakelt und mit einem 40-PS-Diesel ausgestattet. Vor allem aber ist die "Mesuf" ideal, weil robust genug, für Fahrten ins Eis.

Bereits 1999 ließ sich Trinks mit seiner "Mesuf" in einer Bucht Spitzbergens einfrieren. Die Erfahrungen von damals haben ihn nicht mehr losgelassen. Im Frühjahr des vergangenen Jahres hat er erneut Kurs auf die Inselgruppe genommen. Auf knapp 80 Grad Nord fand er den perfekten Platz für ein weiteres Jahr im Eis.

Im Spätsommer diesen Jahres ist er zurückgekehrt. Im Gepäck jede Menge Abenteuer, Anekdoten und auch spannende wissenschaftliche Erkenntnisse. Er erzählt von seinen beinahe alltäglichen Begegnungen mit Eisbären, die ab und an sogar am Schiff vorbeischauten. Von dem langsamen Prozess des Einfrierens, während dessen die "Mesuf" von der sich schließenden Eisdecke ganz langsam immer weiter emporgedrückt wird.

Aber auch von den langen Nächten während des Polarwinters, während derer das Kondenswasser innen an den Rumpfwänden gefriert und draußen am Himmel dramatisch-schöne Lichtspiele ihre Vorstellung geben. Von der Strandung seiner "Mesuf", die, kaum am Ankerplatz angekommen, in einen schweren Sturm gerät und sich vom Anker losreißt. Von seiner Forschungsarbeit an Land, bei der er versucht, dem Klimakiller Kohlendioxid im arktischen Eis auf die Spur zu kommen, ausgerüstet mit Mikroskop, Petrischale und Bärentöter.

Das und mehr ist jetzt nachzulesen in der neuen YACHT (Heft 25/2011, ab sofort im Zeitschriftenhandel erhältlich).


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