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E-Antriebe auf Yachten: der Stand der Dinge

In Autos gehören sie mehr und mehr dazu: elektrische Antriebe. Doch wie sieht es auf dem Wasser aus? Ein Überblick über Projekte und Kosten

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 22.02.2021
Abschied und Aufbruch in Sevilla zu Jimmy Cornells Projekt "Elcano 500" Abschied und Aufbruch in Sevilla zu Jimmy Cornells Projekt "Elcano 500" Abschied und Aufbruch in Sevilla zu Jimmy Cornells Projekt "Elcano 500"

cornellsailing.com Abschied und Aufbruch in Sevilla zu Jimmy Cornells Projekt "Elcano 500"

Eigentlich ist das Nutzungsprofil einer Yacht ideal: Nur kurze Laufzeiten aus dem Hafen und wieder hinein – ansonsten wird ja gesegelt. Eine Art natürlicher Hybridantrieb quasi. Nur ergibt sich eben zwei- oder dreimal im Jahr die Situation, dass es einige Stunden mit Dampf gegenan gehen muss. Dann sind die Stromer schnell an den Grenzen ihrer Akkus angelangt. Und deswegen wollen Segler den Diesel an Bord nicht missen.

Dennoch kommt Bewegung in die Angelegenheit: Bootsdiesel basieren wegen der geringen Stückzahlen meist auf Pkw- oder Baumaschinenaggregaten. Die jedoch werden zusehends weiter reglementiert. Volvo zum Beispiel hat den 2,4-Liter-Vollalu-5-Zylinder aus dem Pkw-Programm genommen. Ein moderner Motor – er wird aber im Auto nicht mehr verbaut, Volvo ist künftig vollelektrisch in dieser Leistungsklasse unterwegs. Die Folge: Auch der beliebte D3-Bootsantrieb verschwindet aus den Orderlisten der Schweden. Das wird auch mit anderen Motoren so passieren. Bootseigner werden sich in Zukunft also damit abfinden müssen, dass Dieselmotoren vielleicht gar nicht mehr angeboten werden.

Die Alternativen gibt es bereits, und sie funktionieren auch. Das zumindest belegt die Geschichte der Segelyacht "Ya", die, unterstützt von elektrischem Antrieb, um die Welt segelte. Und dabei Zahlen und Erfahrungen gesammelt hat, von denen andere Eigner profitieren können. So steht es im Artikel dazu.

Weniger gut hat das Ganze bei Jimmy Cornell geklappt. Er wollte auf der Route Magellans, wie sein Vorgänger vor 500 Jahren auch, ohne fossile Energieträger um den Globus. Gestartet ist die Blauwasser-Ikone im Mittelmeer. Als Cornell auf Teneriffa ankam, waren die Akkus leer. Das Schiff verbrauchte mehr Strom, als erzeugt werden konnte. Woran das lag, analysiert der Artikel. So viel vorab: Das Schiff ist mittlerweile optimiert, und Cornell startet erneut – und wieder ohne Diesel an Bord.

Was kostet der Umbau einer Yacht von Diesel auf E-Antrieb? Das betrachtet ein Artikel im Detail, und zwar aus Sicht der anfänglichen Investition und auf 20 Jahre Nutzungsdauer gerechnet. Die Ergebnisse verblüffen.

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Themen: AntriebeDieselE-AntriebEnergieträgerJimmy CornellSegelyacht YAUmbau Diesel auf E-Antrieb

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