Tauwerk
Die Halbstarken

Mit der SK38-Faser und speziellen Konstruktionen soll Dyneema-Dehnung zum niedrigen Polyester-Preis möglich werden. Sieben Fallen für Fahrtenboote im Test

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 22.05.2017
Vermessen. Der Durchmesser hat Einfliuss auf den Fasergehalt der Seile, nur wenn er stimmt sind die Leinen vergleichbar Vermessen. Der Durchmesser hat Einfliuss auf den Fasergehalt der Seile, nur wenn er stimmt sind die Leinen vergleichbar Vermessen. Der Durchmesser hat Einfliuss auf den Fasergehalt der Seile, nur wenn er stimmt sind die Leinen vergleichbar

YACHT/M.-S. Kreplin Vermessen. Der Durchmesser hat Einfliuss auf den Fasergehalt der Seile, nur wenn er stimmt sind die Leinen vergleichbar

Wer Tauwerk mit wenig Dehnung an Bord haben will, kommt um Dyneema-Fasern kaum herum. Hochfest, kaum Reck, UV-stabil, unempfindlich gegen Knicke und scheuerfest – das Material scheint wie für Segler gemacht. Doch leider sind nicht nur die Leistungsdaten der Faser beeindruckend, sondern auch die Preise. In der Erstausstattung von Großserienbooten kommt daher in der Regel nur wesentlich billigeres Polyester-Tauwerk zum Einsatz, und auch auf vielen älteren Fahrten­yachten finden sich keine Hochleistungs­fasern.

YACHT/M.-S. Kreplin Neben Dehnung und Bruchlast haben wir die Haltbarkeit der Leinen im Fallenstopper untersucht

Die Ernüchterung folgt beim Segeln. Schon in der ersten Bö sackt das Vorliek durch, es bilden sich hässliche Falten. Doch damit nicht genug, das Tuch ändert sein Profil. Es wird bauchiger, erzeugt mehr Krängung, Widerstand und Ruderdruck – Eigenschaften, die das Boot bremsen und das Steuern unkomfortabel werden lassen. Mit der Fallwinsch lässt sich der ursprüngliche Trimm zwar wieder herstellen, aber nur für kurze Zeit, bis die Leine erneut nachgibt.

Also doch tief in die Tasche greifen und Edelstrippen für 8 oder mehr Euro pro Meter kaufen? Damit wäre das Problem gelöst, im Grunde aber auch mit Kanonen auf Spatzen geschossen. Denn solches Hochleis­tungs­tauwerk besitzt nicht nur wenig Dehnung, sondern auch eine enorme Bruchlast, die auf Fahrtenboote nicht nötig ist.

Genau hier setzt die neueste Entwicklung des Dyneema-Herstellers DSM an. Die SK38 genannte Faser soll fast so wenig Reck aufweisen wie das hochwertige Dyneema SK78 und dabei deutlich günstiger sein. Abstriche müssen lediglich bei der Bruchlast gemacht werden – wobei die Werte immer noch deutlich über denen von Polyester liegen.

Das klingt vielversprechend. Ob die Faser und die daraus geflochtenen Seile tatsächlich eine gute Alternative zu Hochleistungstauwerk sind, klärt der Test in YACHT 12/2017. Das Heft ist ab 23. Mai am Kiosk erhältlich oder kann gleich hier online bestellt werden .


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