Interview
Die besondere Weltumsegelung eines französischen Tüftlers

Ein junger Ingenieur segelt seit Jahren um die Welt. Er ist auf der Suche nach nachhaltiger Technik und der Möglichkeit, völlig autark an Bord zu leben

  • Kristina Müller
 • Publiziert am 28.04.2020
Skipper mit besonderer Mission: Corentin de Chatelperron Skipper mit besonderer Mission: Corentin de Chatelperron Skipper mit besonderer Mission: Corentin de Chatelperron

privat Skipper mit besonderer Mission: Corentin de Chatelperron

Corentin de Chatelperron ist so ungewöhnlich wie sein Projekt, das er seit vier Jahren vorantreibt. Beinahe um den ganzen Globus hat ihn seine Weltumsegelung mit dem Katamaran "Nomade des Mers" (französisch für "Meeresnomade") seitdem geführt. Inklusive Mastbruch und anderen kleineren wie größeren Katastrophen, und vor allem: gegen die vorherrschende Windrichtung. Aber das habe er noch gar nicht gewusst, als er losfuhr.

Originelle Lösungen gesucht

Denn Segler und Navigator ist Corentin de Chatelperron erst an zweiter Stelle. Die primäre Leidenschaft des Ingenieurs gilt dem Tüfteln und Erfinden. Seit 2016 segelt er daher mit wechselnder Crew von Kontinent zu Kontinent, um auf der ganzen Welt sogenannte Low-Tech – simple technische Lösungen – zu finden, auszuprobieren, weiterzuentwickeln und zu verbreiten.

Low Tech Lab Der Katamaran "Nomade des Mers"

Vor Ort erprobt sein Team originelle Lösungsansätze für die nachhaltige Nutzung und Wiederverwendung von Ressourcen. In Marokko etwa hat es eine Technik zur Meerwasserentsalzung entwickelt; auf Madagaskar Algen für die Ernährung gewonnen und in Sri Lanka Plastikmüll verwertet.

Gewächshaus im Salon, Hühner am Heck 

Als Labor dient dabei ihr Schiff, ein VPLP-Katamaran vom Typ Kennex 445, der die Crew autark mit Energie versorgen und ernähren soll. Der Salon gleicht einem Gewächshaus, am Heck ist ein Hühnerstall befestigt, und selbstgezüchtete Insekten ergänzen die Bordküche.

All das mag nach einem mehr als exotischen Abenteuer klingen – und genau darin ist der sympathische Franzose aus Vannes Experte. Denn es ist nicht seine erste Expedition auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit: In Bangladesch forschte er an der Möglichkeit, Boote aus Jute- statt aus Glasfaser zu bauen. Er konstruierte und fertigte zweier solcher Gefährte und unternahm abenteuerliche Törns damit.

Im Interview, das in YACHT 10/2020 erscheint, erzählt er von einfachen, aber genialen Erfindungen, von abenteuerlichen Einhandtörns und seinem großen Ziel: völlig autark auf einem Segelboot zu leben. Das Heft ist ab heute im Handel erhältlich und kann online bestellt werden. Der Download als digitale Version ist hier möglich.


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