Wettervorhersage
Vor 100 Jahren – als das Wetter berechenbar wurde

1922 beschrieb Lewis Richardson als Erster, wie sich das Wettergeschehen verlässlich vorhersagen ließe. Seine Erkenntnisse haben bis heute Bestand. Eine Hommage

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 07.03.2022
Richardson kam auf die Idee, die Welt in Regionen zu unterteilen und für jede getrennt eine Vorhersage zu berechnen – in Abhängigkeit von der benachbarten Region. Heute kennen Segler das als Grids Richardson kam auf die Idee, die Welt in Regionen zu unterteilen und für jede getrennt eine Vorhersage zu berechnen – in Abhängigkeit von der benachbarten Region. Heute kennen Segler das als Grids Richardson kam auf die Idee, die Welt in Regionen zu unterteilen und für jede getrennt eine Vorhersage zu berechnen – in Abhängigkeit von der benachbarten Region. Heute kennen Segler das als Grids

Lewis F. Richardson Richardson kam auf die Idee, die Welt in Regionen zu unterteilen und für jede getrennt eine Vorhersage zu berechnen – in Abhängigkeit von der benachbarten Region. Heute kennen Segler das als Grids

Der Mann war ein Genie. Und es erging ihm wie vielen Genies: Weil er seiner Zeit weit voraus war, erfuhren seine außergewöhnlichen Fähigkeiten und die daraus resultierenden Erkenntnisse zu seinen Lebzeiten wenig Wertschätzung. Dabei schuf der Brite Lewis Fry Richardson vor hundert Jahren nichts weniger als die mathematischen Grundlagen, auf denen heute jedes moderne Wettervorhersagemodell beruht.

Sein Formelwerk, das er 1922 an der Universität Cambridge veröffentlichte, war derart umfangreich, dass es damals wohl nur von wenigen anderen Menschen zu durchschauen war. Doch von seinem Ergebnis war Richardson schon damals zutiefst überzeugt: Er hatte einen Weg gefunden, die Welt nicht nur mit aktuellen Wetterdaten zu versorgen, sondern auch eine wissenschaftlich fundierte Vorhersage für den nächsten Tag zu liefern – ein Novum zu damaliger Zeit.

Allerdings mussten noch einige Jahrzehnte vergehen, bis Richardsons Berechnungen genutzt werden konnten. Zuvor musste erst noch der Computer erfunden werden. Und selbst der erste Großrechner der Welt benötigte 1950 noch einen ganzen Tag, um eine Wettervorhersage anhand der Formeln von Richardson zu erstellen.

Wer aber war der Mann, und wie wurde er zum genialen Tüftler, Erfinder, Mathematik- und Physikgenie? Richardson hatte zuvor schon ein vorausschauendes Echolot ersonnen. Er kam dem Phänomen der Luftturbulenzen in großen Höhen auf die Spur. Er fand heraus, warum die Längenangaben von Ländergenzen und Küstenlinien je nach Quelle teils um viele hundert Kilometer voneinander abwichen.

Der Münchner Patentanwalt und selbst studierte Mathematiker – und in seiner Freizeit passionierte Segler – Riccardo Bellingacci erinnert in einer umfassenden Hommage an den großartigen Lewis Fry Richardson. Dessen schier unglaubliche Lebensgeschichte ist jetzt nachzulesen in der neuen YACHT (Heft 6/2022, ab sofort im Zeitschriftenhandel und als Digitalausgabe in der YACHT-App erhältlich sowie hier direkt bestellbar ).


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