Bootsporträt
Der gute Geist von der Unterweser

Seit 20 Jahren pflegt ein Bremer Verein mit seinem Gaffelschoner "Esprit" die Hochseesegelei für jedermann. Dabei ging es anfangs um Anderes

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 29.03.2016

Sail Training International Die "Esprit" vor der Küste Portugals bei der Ansteuerung von Lissabon

Als Förderprojekt für Arbeitslose und Jugendliche ohne Lehrstelle war die "Esprit" Mitte der Neunziger in Bremen auf Kiel gelegt worden. Mit Erfolg. 37 Bootsbauer erhielten während der Bauzeit ihren Gesellenbrief. Doch damit nicht genug, ist auch das Boot eine Besonderheit. Allein der verbaute Materialmix lässt aufhorchen: Der Rumpf aus formverleimtem Holz, die Plicht eine GFK-Wanne, das Kajütdach eine Sandwichkonstruktion, die Masten aus Aluminium, die Bäume sowie die Gaffel aus Carbon.

Ausgedacht hat sich das der Bremer Konstrukteur und Schiffbauingenieur Volker T. Behr. Der hatte zuvor schon für eine andere Bremer Arbeitsloseninitiative den Stahlschoner "Vegewind" gezeichnet. Die "Esprit" hingegen ist ein 20 Meter langer Gaffelschoner.

Seit seiner Fertigstellung ist er in Fahrt, geht wechselweise mal auf kurze, mal auf lange Törns. Betrieben wird er vom Jugendkutterwerk e. V. Der Verein setzt auf sportliches Segeln, auf gelebte Kameradschaft an Bord, auf die Vermittlung von guter Seemannschaft. Regelmäßig nimmt das Schiff unter anderem am Tall Ships’ Race teil.

YACHT-Autor Stefan Schorr hatte Gelegenheit, für einen Wochenendtörn nach Helgoland auf der "Esprit" anzuheuern. Seine Bilder und Geschichten vom und übers Schiff sind jetzt nachzulesen in der neuen YACHT (Heft 8/2016, ab sofort im Zeitschriftenhandel und als Digitalausgabe erhältlich). 


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Themen: Besonderes BootEspritGaffelschonerJugendkutterwerk

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