Revierporträt
Bewegte Zeiten auf Helgoland

Der rote Fels ist ein erstklassiges Törnziel. Aber der Nordseeinsel geht es nicht gut – ein revolutionärer Plan soll die Wende bringen

  • Uwe Janßen
 • Publiziert am 03.05.2011

Michael Müller Allein für solche Momente lohnt die Anreise: Sonnenuntergang an der Langen Anna

Yachten, die Helgoland erreichen, haben den wohl anspruchsvollsten Törn im Kielwasser, der hierzulande möglich ist. Sie kommen aus den Mündungen von Elbe, Weser oder Jade mit ihren starken Strömungen oder aus den friesischen Wattenrevieren mit all ihren navigatorischen Eigenarten. Sie passieren Gatten und Sände, sie tummeln sich im starken Berufsverkehr, erst jenseits der Trennungsgebiete wird es ruhiger. Jedenfalls bis kurz vor der Insel, wo der unterseeische Felssockel bei härterer Brise eben noch moderate Wellen brutal aufsteilen kann. Mit dem Einlaufen geht immer ein leiser Stolz einher.

Michael Müller Dieses Feuer vom Oberland kennt jeder Nordseesegler

Insbesondere nachts ist die Anreise ein Erlebnis eigener Art, wenn der Helgoländer Turm sein Feuer über die Deutsche Bucht schickt: das Ziel früh in Sicht, aber längst nicht nah. Eine weitere Strecke auf einen Punkt hin kann man in Deutschland nicht segeln. Für die aktuelle Ausgabe hat die YACHT einmal jene Lichtquelle inspiziert, die stärkste an hiesigen Küsten, die jeder kennt, der das Revier einmal besegelt hat – verblüffend, welche kompakte Technik sich hinter diesem mächtigen Feuer verbirgt.

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Deutschlands abgelegenste Insel ist beileibe nicht nur wegen der Möglichkeit zur zoll- und mehrwertsteuerfreien Möglichkeit der Proviantnahme ein überaus attraktives Törnziel. Wir sagen Ihnen, warum sich die Reise in jedem Fall lohnt, denn dafür gibt es viele Gründe.

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Außerdem beleuchtet die YACHT die besondere aktuelle Situation, die sich im Segelsport und den Bedingungen für Gastlieger durchaus widerspiegelt: Helgoland geht es nicht gut. „Dass hier etwas passieren muss, ist jedem klar“, lautet ein Satz, dem man dort derzeit nicht entkommen kann: Die Zahl der Besucher, auch unter Segeln, sinkt seit langem kontinuierlich, auch die der Einwohner. Nun soll mit einem revolutionären Bauprojekt die Trendwende gelingen, einer Landverbindung zur vorgelagerten Insel, der Düne. Sie hätte ungeheure Auswirkungen auch auf die Segler und das Segeln – aber die Pläne spalten die Bevölkerung.

Alle Einzelheiten über das jüngste Kapitel in der bewegten Geschichte Helgolands lesen Sie in der neuen YACHT 11/2011.


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Themen: Helgoland

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