WinterlagerAntifouling: So wird's gemacht

Hauke Schmidt

 · 17.01.2016

Winterlager: Antifouling: So wird's gemachtFoto: Hauke Schmidt

Wie man kleine Schäden am Bewuchsschutz ausbessert, wie man einen alten Anstrich entfernt, und was bei der Neubeschichtung zu beachten ist

Ohne Bewuchsschutz ist die Freude am Segeln schnell getrübt, zumindest in Salzwasserrevieren. Algen, Muscheln und Seepocken siedeln sich an und bremsen kräftig. Daher sind die meisten Schiffe mit einem Antifouling versehen. In der Regel ist dann pro Saison ein neuer Anstrich nötig.

Je nachdem, welches Farbsystem verwendet wird, bauen sich immer dickere Farbschichten auf. Besonders ärgerlich ist das bei den beliebten – weil effektiven – erodierenden, auch selbstpolierend genannten Produkten. Diese nutzen sich über die Saison zwar langsam ab. Wenn das Schiff nicht sehr viel gesegelt wird, bleibt aber immer eine Schicht Farbmatrix zurück, die nicht mehr genügend Biozide enthält, um zuverlässig vor Bewuchs zu schützen, und es muss übergemalt werden. Die Folge: Nach einigen Jahren beginnt das Antifouling abzublättern.

  Mit der Ziehklinge lässt sich der spröde Altanstrich gut entfernenFoto: Hauke Schmidt
Mit der Ziehklinge lässt sich der spröde Altanstrich gut entfernen

Tritt das Problem an einzelnen Stellen auf, kann man dort ausbessern. Ist dagegen das gesamte Unterwasserschiff betroffen, hilft nur eine Komplettsanierung mit anschließendem Neuaufbau. Um den alten Anstrich vom Rumpf zu bekommen, sollte man nicht zur Schleifmaschine greifen, denn der Antifouling-Staub ist giftig. Zudem setzt sich das Papier sehr schnell zu. Ab­ziehen oder Abbeizen sind deutlich bessere Methoden.

Wie sie funktionieren und welche Vor- und Nachteile die Arbeitsweisen haben, lesen Sie in der aktuellen YACHT. Heft 3/2016 ist ab dem 20. Januar am Kiosk erhältlich.

  Spezielle Abbeize löst das Antifouling vom RumpfFoto: Hauke Schmidt
Spezielle Abbeize löst das Antifouling vom Rumpf

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