Schoner "Eleonora"
Am Liegeplatz gerammt und gesunken

Eine der spektakulärsten Schoner-Repliken unserer Zeit ist nach einer Havarie im Hafen von Tarragona auf Tiefe gegangen

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 13.06.2022
Ende an der Pier. Die "Eleonora" im Hafen von Tarragona am vergangenen Freitag Ende an der Pier. Die "Eleonora" im Hafen von Tarragona am vergangenen Freitag Ende an der Pier. Die "Eleonora" im Hafen von Tarragona am vergangenen Freitag

Bombers Cataluna Ende an der Pier. Die "Eleonora" im Hafen von Tarragona am vergangenen Freitag

Die "Eleonora" ist der Nachbau der legendären "Westward", die 1910 bei Herreshoff vom Stapel lief und der größte nach der International Rule von 1908 gebaute Schoner war. Der Holländer Ed Kastelein gab die Replik in Auftrag, nachdem er die Pläne ausfindig gemacht hatte. Der Stapellauf im Jahr 2001 wurde von der Szene als Sensation gefeiert und zum Vorbild für mehrere weitere Repliken klassischer Schoner wie "Atlantic", "Elena", "Germania", "Ingomar", "Naema" und "Wolfhound".

Guido Cantini / seasee.com "Eleonora" (r.) auf den Regates Royales in Cannes

Ihr Ende am vergangenen Freitagmorgen besiegelte ein 60 Meter langes Hochsee-Versorgungsschiff in Port Tarraco im spanischen Tarragona, wo der Zweimaster längsseits an einer Pier festgemacht hatte. Mit Fahrt über den Achterstehen krachte der Versorger mit blockiertem Rückwärtsgang in die Steuerbordseite des 49,5 Meter langen Schoners. Lediglich etwa eine halbe Stunde dauerte es, bis nur noch die Masten aus dem Wasser ragten.

Erst 2014 hatte die "Eleonora" ein aufwändiges Refit erfahren. Sie war für 6,9 Millionen Pfund am Markt.

Der Schoner "Eleonora" wird an seinem Liegeplatz im Hafen von Tarragona gerammt und sinkt


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