Klassiker Regatta

Régates Royales – Spektakuläre Bilder

"Moonbeam IV", "Chinook" und "Ganbare" siegen vor Cannes. Die zwölfte internationale Panerai Classic Yachts Challenge geht damit zu Ende

Lasse Johannsen am 05.10.2016
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Mehr als 80 der schönsten Yachten der Geschichte des Segelsports kämpften auf dem Mittelmeer um Ruhm und Ehre und nicht zuletzt um die begehrten Uhren des Hauptsponsors. In dieser Saison trugen sich "Moonbeam IV" in der Kategorie Big Boats, "Chinook" bei den Vintage Yachts und "Ganbare" für die Classic Yachts in die Ehrenliste ein.

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Nach Siegen in den Jahren 2011, 2012 und 2015 sicherte sich der Gaffelkutter "Moonbeam IV", eine 35 Meter lange, 1914 auf der schottischen Werft William Fife & Son zu Wasser gelassene Yacht, zum vierten Mal die prestigeträchtige Saisontrophäe in der Kategorie Big Boats. Diesen Rekord konnte bisher noch kein anderes Boot aufstellen. Gleichzeitig feierten ihr französischer Eigner Xavier Tancogne und ihr Skipper Mikaél Créach den zehnten Jahrestag ihrer Entscheidung, die berühmte Yacht, auf der Fürst Rainier von Monaco und seine amerikanische Braut Grace Kelly die Flitterwochen verbrachten, wieder in Betrieb zu nehmen. Die nun in Spanien stationierte und unter der Fahne des Real Club Nautico de Palma segelnde "Moonbeam IV" nahm in dieser Saison an drei der vier Runden teil. In Cannes gewann sie alle vier Wettfahrten in ihrer Klasse und ließ dabei so legendäre Big Boats wie "Moonbeam of Fife" (1903), "Halloween" (1926), "Elena of London" (2009) und "Cambria" (1928) hinter sich.

Auch der Gaffelkutter "Chinook" hätte seinen hundertsten Geburtstag nicht prächtiger feiern können. Diese 1916 auf der amerikanischen Herreshoff-Werft gebaute 19,80 Meter lange Yacht ist eine von nur noch vier verbleibenden Vertreterinnen der New-York-40-Klasse, von denen zwischen 1916 und 1926 insgesamt 14 gefertigt wurden. Damit trug sich die "Chinook" zum zweiten Mal in die Ehrenliste der Panerai Trophy für Vintage Yachts ein. Dieses Mal siegte sie unter ihrem Eigner Paolo Zannoni, der sie 2015 von ihrem englischen Vorbesitzer Graham Walker erwarb. Letzterer gewann die Trophäe bereits mehrfach mit der ebenfalls in Cannes vertretenen "Rowdy" (1916). Die "Chinook" nahm an allen vier Runden der Regattasaison 2016 teil und verwies nach insgesamt 14 Wettfahrten andere Aspiranten auf den Gesamtsieg wie die Q-Class "Leonore" (1925) und "Rowdy" auf die Plätze hinter ihr.

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Auf seiner Jungfernfahrt bei der Panerai Classic Yachts Challenge gewann der 1973 auf der Werft von Carl Eichenlaub in San Diego (USA) aus rotem Zedernholz gebaute Eintonner "Ganbare" die Panerai Trophy in der Kategorie Classic Yachts. Das Boot war die erste Yacht aus der Feder des Kaliforniers Doug Peterson, der schon bald zu den berühmtesten Konstrukteuren der Welt zählte. In der Saison 2016 trat die "Ganbare" bei drei Runden der Panerai Regattaserie gegen so ruhmreiche Boote wie "Naïf" (1973), "Il Moro di Venezia" (1976) und "Sagittarius" (1971) an.

Vier Zeitmesser wurden außerdem den Siegern in den Hauptkategorien der Régates Royales de Cannes überreicht. Während bei den Big Boats "Moonbeam IV" gewann, gelang dies bei den Vintage Yachts der "Linnet" (1905) von Patrizio Bertelli. Sie ist die zehnte von insgesamt 18 gebauten New York Yacht Club 30s. Bei den Classic Yachts durfte die Bermuda-Slup "Arcadia" aus dem Jahr 1969 die Uhr mit nach Hause nehmen, während diese Ehre in der Kategorie Spirit of Tradition der "Freya of Midgard" (2001) zuteil wurde.

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Nach einer wirklich spektakulären Wettfahrt endete die Challenge of Challenges, bei der zwei Yachten gegeneinander segeln und die erste, die die Ziellinie überquert, zum Sieger ernannt wird, mit einem Unentschieden zwischen dem Schoner "Elena of London" und der "Cambria".

Nach drei Tagen und insgesamt acht Wettfahrten ging der Gesamtsieg in der internationalen 5,5-Meter-Klasse an die niederländische Yacht "Feng Shui", während sich die "Pitch" aus dem Jahr 2006 mit drei Siegen in vier Wettfahrten den obersten Podiumsplatz bei den Tofinou 9,5 sicherte.

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Lasse Johannsen am 05.10.2016

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