German Classics
Ein Jubiläum wie ein Rausch

Bei bis zu 6 Beaufort aus östlichen Richtungen wurde auf der 25. Klassikerregatta vor Laboe auf hohem Niveau um die Wette gesegelt

  • Lasse Johannsen
 • Publiziert am 26.08.2013

YACHT / N. Krauss Zwölfer auf der Regattabahn bei den 25. German Classics

Die Tage wurden von vielen Teilnehmern als ein langanhaltender Rausch empfunden. Auf den 25. German Classics des Freundeskreises Klassischer Yachten in Laboe am vergangenen Wochenende stimmte einfach alles. Sonne satt, Wind bis zum Abwinken, lockere, familiäre Hafenatmosphäre, gutes Essen und anspruchsvolles Kulturprogramm.

Regatten bei Starkwind

Schon am Freitag hatte der Wind das Feld mit 4 bis 5 Beaufort angetrieben; als er am Samstag noch zulegte, gingen von den 170 gemeldeten Yachten am Ende nur 80 über die Ziellinie. Die Wettfahrtleitung um den Hamburger Marcus Boehlich (SVAOe) hatte in weiser Voraussicht eine kurze Bahn für die Langstrecke gewählt, viele der Teilnehmer nahmen die Mahnung der Steuermannsbesprechung ("Sie wissen selber am besten, was Sie Ihren Yachten zumuten können...") ernst und gingen vorzeitig in den Hafen zurück. Die Jollen wurden gar nicht erst gestartet. Denn der Wind aus Ost bis Nordost sorgte in der ungeschützten Außenförde für eine unangenehme Welle.

Stilvolles Programm, ausgelassene Stimmung

Der Atmosphäre tat das keinen Abbruch. An Land wurde bei Live-Musik und allerlei kulturellen Darbietungen nach gutem Essen und zünftigen Preisverleihungen ausgiebig gefeiert. "Alle laufen mit einem breiten Lächeln durch den Hafen", sagte Wilfried Horns vom veranstaltenden Freundeskreis begeistert. Horns ist seit der ersten Klassikerregatta vor 25 Jahren mit dabei, gehörte damals zu den Initiatoren und ist als Mitbegründer des Freundeskreises Klassischer Yachten bis heute Spiritus Rector der Szene. Der Samstag hielt für ihn ein besonderes Geschenk bereit. Mit seiner 7-KR-Yacht "Piraya" segelte er zur Freude der gesamten Klassikergemeinde auf den ersten Platz in seiner Gruppe. Alle Ergebnisse der Wettfahrten finden Sie hier:

Freitag

Samstag

Restaurierungspreis an zwei Bewerber

Der Restaurierungspreis wurde in diesem Jahr von vier Bewerbern umkämpft. Gewonnen haben schließlich zwei von ihnen zu gleichen Teilen. Der 80er-Seefahrtkreuzer "Regina" wurde nach zwölfjähriger Wiederbelebung in einem Zustand nach Laboe geschickt, der dem am Auslieferungstermin bei Abeking & Rasmussen nach Meinung der Juroren nahezu gleichkommt. Der 1884 in England gebaute Kutter "Arvon" ist eine der ältesten unter deutscher Flagge segelnden Lustyachten. Sie wurde vom Eigner in fünfjähriger, eigenhändiger Arbeit total saniert.

Die Veranstaltung in den Medien

In YACHT-Ausgabe 21 widmen wir uns auf acht Seiten der Veranstaltung, das Heft erscheint am 25. September.

Der Norddeutsche Rundfunk hat dem Jubiläumsevent einen 15-minütigen Fernsehbeitrag gewidmet.


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