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Zehn Tipps zum Check-in für Anfänger – Teil 4

Die Übernahme einer Charteryacht zählt zu den wichtigsten Momenten des Ferientörns. Fehler oder Unaufmerksamkeiten können den ganzen Urlaub verderben

  • Andreas Fritsch
  • Lars Bolle
 • Publiziert am 20.11.2019
Die Übernahme einer Charteryacht Die Übernahme einer Charteryacht Die Übernahme einer Charteryacht

YACHT/B. Scheurer Die Übernahme einer Charteryacht

Zehn Tipps zum Check-in für Anfänger

Wer noch nicht so viel Erfahrung hat oder nur einmal im Jahr chartert, bekommt schwerlich Routine. Zehn  einfache Tipps helfen, dass man schneller startklar ist

  1. Aufgabenteilung: Nach dem Check-in gibt es eine Kurzversion für die Crew. Verteilen Sie Aufgaben (Kühlschrank beim Segeln aus, bei Motorfahrt an, Fenster und Ventile nach Auslaufen schließen/checken, Fäkalientank leeren, Wasser-Füllstände im Auge behalten etc.). So lernt die Crew, und der Skipper muss nicht alles allein bewältigen! Jeder ist für seine Sicherheitsausrüstung, seine Seeventile und seine Luken verantwortlich.
  2. Keine Hetze! Je mehr das Basispersonal drängelt, desto ruhiger sollte man selbst sein. Notfalls den Mann gehen lassen und später noch mal ansprechen. Dasselbe gilt, wenn die Crew loswill: Nehmen Sie sich Zeit, Sie haften ja auch!
  3. Kautionsversicherung: Falls Sie eine abgeschlossen haben, erwähnen Sie das nicht. Manche Basisleiter versuchen dann Lappalien oder teure Vorschäden abzurechnen.
  4. Was tun, wenn das Boot nicht klar ist? Gerichte haben Richtwerte formuliert: 24 Stunden Wartezeit sind bei einer einwöchigen Charter zumutbar, bei zwei Wochen 48, bevor Sie zurücktreten können! Aber: Dann gibt’s Regress.
  5. Agentur einschalten. Haben Sie ernste Probleme mit dem Basispersonal, kann ein Anruf beim Agenten zu Hause manchmal helfen. Die Agentur weiß vielleicht Rat oder kann mehr Druck machen.
  6. Die Crew von Bord schicken, falls es zu eng wird. Lassen Sie die Mitsegler einkaufen oder einen Kaffee trinken, wenn sie die Einweisung behindert. Gepäck und Einkäufe sind beim Check-in nur im Weg.
  7. Vier Augen sehen mehr. Ein Mitsegler sollte als Co-Skipper den Check-in auf jeden Fall mitmachen. Fragen immer gleich notieren, wenn sie aufkommen!
  8. Konsequent bleiben. Alle Mängel ins Protokoll, wenn sie nicht behoben werden. Da dürfen keine Ausreden der Basisangestellten gelten!
  9. Gut vorbereiten. Crew-Checklisten für Mitsegler mitbringen, wenn die unerfahren sind. Dort gibt es auch Listen zur Aufgabenteilung. Bedienungsanleitung für Plotter ggf. vorab im Internet besorgen.
  10. Bleiben Sie freundlich. Das Basispersonal steht in der Hochsaison mächtig unter Druck (und ist manchmal schlecht bezahlt). Geben Sie Fehler zu. Wer eigene Schäden anzeigt, wird oft mit mehr Respekt behandelt, da das relativ selten ist.
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