Weltumsegelung
Dekker erreicht Südafrika

Lange blieb das Etappenziel der 16-jährigen Einhandseglerin geheim, zu groß war die Angst vor Piratenangriffen. Nun ist sie sicher in Durban

  • Alexander Worms
 • Publiziert am 14.11.2011

S. Kowalczyk Die damals 15-jährige Laura Dekker vor der Abfahrt

Dabei war es ihre bislang längste Etappe. Von Australien ging es über 6.000 Seemeilen in 47 Tagen nonstop in die südafrikanische Hafenstadt. Die Berichterstattung auf ihrer Homepage wurde für einige Wochen ausgesetzt, so wurde sichergestellt, dass Piraten aus den täglichen Berichten dort nicht auf die Position von Dekker und ihrer "Guppy" schließen konnten. „Piraten haben auch Internet", erläutert die junge Seglerin diesen Schritt.

Familie Dekker wählt also die zwar längere, aber hinsichtlich Übergriffen sicherere Option rund Südafrika. Da das Projekt ohnehin in der Kritik steht – viele halten Laura für zu jung für eine solche Reise und den Vater daher für verantwortungslos –, wollte man wohl der öffentlichen Diskussion aus dem Weg gehen, die durch die Fahrt durch das Piratengebiet am Horn von Afrika losgetreten worden wäre.

Unterdessen gewöhnt sich Laura an das Landleben: „Alles bewegt sich, das Land bewegt sich. Ich sehe aus, als ob ich zum allerersten Mal laufe", berichtet sie aus Durban. Sie will die Reise schnell fortsetzen, derzeit versperrt allerdings ein Sturm die Weiterfahrt, berichtet Dekker auf ihrer Homepage.


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