Beschläge

Raum-Ausstattung für Raumwindsegel

Welche Ausrüstung für Gennaker, Code Zero und Spi nötig ist und was man bei der Auswahl der Beschläge bedenken sollte – jetzt im PDF-Download

Hauke Schmidt am 18.11.2019
Test Aspect 40-msk-110.jpg
Kreplin, Martin-Sebastian

Die Aspect 40 besitzt eine multifunktionale Gennakernase und Top-Beschläge. Nicht alle Yachten sind ab Werft derart optimiert

Wer schneller als mit der schlapp hinter dem Großsegel hängenden Genua nach Lee kommen will, greift zu Gennaker, Code Zero oder Spi. Je nach Segeltyp ist dafür zusätzliche Ausrüstung nötig.

Gennaker-Setup

Welche Beschlagsausstattung zum Gennakersegeln nötig ist

Am genügsamsten sind Gennaker. Außer einer Befestigungsmöglichkeit für die Halsleine, einem Fall, das oberhalb des Vorstagsbeschlags aus dem Mast kommt, sowie zwei Umlenkblöcken für die Schoten ist kei­ne weitere Hardware nötig. Doch schon beim Umlenkpunkt gehen die Meinungen auseinander. Soll er möglichst weit vor dem Vorstag liegen, oder reicht ein Block am gut befestigten Anker? Funktionieren wird beides, das Set-up hat aber Auswirkungen auf den Manöverablauf beim Halsen. Darüber hinaus: Welche Nachrüstlösungen es für Rüssel oder Bugnase gibt, worin die Vor- und Nachteile der Systeme liegen und was man bei der Schotführung beachten sollte.

Wer eine Gennakerausrüstung hat, kann mit wenig Aufwand einen Code Zero setzen. Strenggenommen ist dieses Segel für Am-Wind-Kurse gemacht. Gerade bei wenig Wind beschleunigt es leichte Performance-Cruiser stark. In der Folge fällt der scheinbare Wind deutlich vorlicher ein, und aus dem Raumgang wird ein Am-Wind-Kurs.
Um den Flauten-Turbo zu setzen, ist fast die gleiche Beschlagsausstattung nötig wie beim Gennaker, mit einem Unterschied: Damit das am fliegenden Stag gefahrene Segel auch höher am Wind seine Form behält und den gewünschten Vortrieb liefert, muss das Vorliek deutlich stärker durchgesetzt werden. Ein Fall mit 2:1-Untersetzung ist daher fast obligatorisch.

Spinnakersegeln gilt nach wie vor als die Königsdisziplin auf dem Weg nach Lee. Allerdings sind schon bei der Anschaffung einige Zusatzinvestitionen zu tätigen. Neben dem Se­gel sind zwingend ein Spinnakerbaum mit Toppnant und Niederholer plus entspre­chende Mastbefestigung nötig, ebenso Barberholer für die Schoten oder zusätzliche Achterholer, und schließlich muss der Baum auch irgendwo gelagert werden.

Wie man das Boot am besten für Raumschotskurse aus- und aufrüstet, lesen Sie in der YACHT, Heft 22/2019. Das Heft ist im DK-Shop erhältlich, oder Sie laden sich den Artikel direkt über den Link unten herunter.

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Hauke Schmidt am 18.11.2019

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