Mastbau
Teilbares Kohlerigg für Fahrtenyachten

Das modulare CCR-System aus standardisierten Kohlefasersegmenten soll den Mastbau revolutionieren und zugleich deutlich vergünstigen

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 05.03.2014

YACHT/ H. Schmidt Der CCR-Kohlefasermast besteht aus drei Meter langen Modulen und lässt sich im Winterlager zerlegen

Carbon-Cruiser-Rigg nennt der Ingenieur und Komposit-Spezialist Dr. Ulf-Dieter Ulken sein Konzept eines teilbaren Kohlefaser-Riggs für Fahrtenboote. Die Besonderheit dabei: Der Mast besteht aus jeweils drei Meter langen Segmenten, die ineinandergesteckt werden. Dadurch lässt sich das Rigg für Transport und Winterlager in handliche Stücke zerlegen. Zudem sind die Segmente standardisiert. Mit lediglich sieben verschiedenen Modulen sollen sich beliebige Riggs für Yachten zwischen 30 und 42 Fuß zusammenstellen lassen.

H.SCHMIDT Die Trennstellen sind verstärkt, dort werden auch die Kräfte der Verstagung eingeleitet

Sämtliche Beschläge sind an die Komposit-Konstruktion angepasst, so werden beispielsweise die Kräfte der Ver­stagungen über Querbolzen in die verstärkten Bereiche an den Enden der Segmente  eingeleitet. Die Wanten selbst bestehen aus kriechfreiem DM20-Dyneema-Tauwerk, womit das Rigg etwa 60 Prozent leichter als eine Aluminium-Draht-Version ausfallen soll. Da die Kohlefaser-Segmente relativ kurz sind, können sie gut industriell hergestellt werden, was den Preis senkt. Ein 13,50 Meter hohes Rigg für eine 33 Fuß lange Fahrten­yacht kostet ohne Großbaum und Rollanlage etwa 20.000 Euro.

H.SCHMIDT Die einzelnen Segmente werden mit deutlicher Überlappung zusammengesteckt

Weitere Informationen unter: www.ccr-system.com


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag

Themen: Carbon Cruising RiggCCRKohlefaserMastRigg

Anzeige