Segel

Schneller & stabiler: Parasailor mit neuem Flügeldesign

Mit dem neu entwickelten Hybrid-Flügel, soll das Vorwindsegel einfacher zu bergen sein und schon bei sehr leichtem Wind funktionieren. Wir haben es ausprobiert

Hauke Schmidt am 05.09.2019
Spinnaker Istec Parasail Detail Sonderborg 2019 JKu_2261
YACHT/Jozef Kubica

Der Hybrid-Flügel des neuen Parasailors erzeugt mehr Auftrieb als die bisherige Konstruktion

Der neue Parasailor wurde von Grund auf neu entwickelt und vereint das Fachwissen aus 30 Jahren Gleitschirmentwicklung mit den Erfahrungen des stetig verbesserten Parasailors. Dazu gehören unter anderem Details der Flügelanbindung, der Materialwahl oder auch die komplette Überarbeitung von Schothorn und Kopfbrett, immer mit dem Ziel, sowohl Stabilität als auch Segeleigenschaften des Produktes zu verbessern. Laut Hersteller war das 15 Jahre alte Grunddesign trotz stetiger Evolution ausgereizt, sodass es Zeit für eine komplette Neuentwicklung war. Nur so konnten viele neue Produktideen und der aktuelle Stand der Gleitschirmentwicklung  zusammengeführt werden.

Die neuen Generation Parasailor soll die Leistungsdaten der ersten Generation noch einmal deutlich verbessern. Eine zentrale Rolle dabei spielt der zum Patent angemeldete Hybrid-Flügel, der im Prinzip eine Kombination aus herkömmlichem 3-D-Flügel (mit Unter- und Obersegel) und dem aus dem aus dem Parasail bekannten Single-Skin-Flügel ist. Zusätzlich wurden Flügel und Grundsegel im virtuellen Windkanal strömungsoptimiert. Dazu wurden eigens zwei 3-D-CAD-Programme aus den Bereichen Segeldesign und Luftfahrt/Flügeldesign zu einem System verbunden und die verschiedenen Segelvarianten in mehreren Tausend Stunden Strömungssimulation getestet. Parallel erfolgte die Praxiserprobung an etwa 20 Prototypen.

Spinnaker Istec Parasail Segeln Sonderborg 2019 JKu_3245

Selbst spitze Raumschotskurse sind kein Problem, das Segel steht stabil und reagiert sehr gutmütig 

Gegenüber seinem Vorgänger soll der Hybrid-Flügel dem System mehr Auftrieb verleihen und schon bei geringeren Windgeschwindigkeiten für gleichbleibende Spreizwirkung der Lieken und Eigenstabilität des Segels sorgen. Das neue Flügeldesign kommt mit weniger Flügelfläche aus, was das Setzen und Bergen des neuen Parasailors erleichtern soll, da sich der Flügel einerseits schneller füllt und andererseits von Bergeschlauch einfacher entlüftet wird.

Die neue Generation Parasailor wird voraussichtlich ab Oktober 2019 bestellbar sein und ab Dezember 2019 ausgeliefert werden. Das bestehende Modell wird es von Oktober bis November 2019 in einer „Final Edition“ zu einem zehn Prozent vergünstigten Preis geben.

Parasailor gegen Spi, das alte Modell im Vergleich

Schon gesegelt

Wie sich die neue Generation in der Praxis schlägt und ob die Verbesserungen tatsächlich spürbar sind, lesen Sie im Segel-Spezial in Yacht 21/2019.

Hauke Schmidt am 05.09.2019

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