Elektrik
Lithiumakkus: jetzt auch für Bugstrahlruder und Ankerwinsch

Die hochstromfähigen Lithiumakkus von Liontron sollen auch für sehr leistungshungrige Verbraucher wie Bugschrauben und Elektrowinschen geeignet sein

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 07.04.2022
Dank leistungsfähiger Zellen und angepasstem BMS verkraften die Akkus 400 Ampere Dauerstrom Dank leistungsfähiger Zellen und angepasstem BMS verkraften die Akkus 400 Ampere Dauerstrom Dank leistungsfähiger Zellen und angepasstem BMS verkraften die Akkus 400 Ampere Dauerstrom

Hersteller Dank leistungsfähiger Zellen und angepasstem BMS verkraften die Akkus 400 Ampere Dauerstrom

Als Verbraucherakkus sind Lithium-Eisen-Phosphat-Akkus auf dem Vormarsch. Dank des geringen Gewichts und der guten Ladungsaufnahme bieten sie gegenüber Bleiakkus große Vorteile. Wenn es um den Betrieb von sehr kräftigen Verbrauchern wie Elektrowinschen oder Bugstrahlrudern geht, war Lithium-Technik bisher aber nicht die erste Wahl, denn die meisten Akkus verkraften nur eine Stromabgabe, die der Kapazität entspricht. Ein 100-Amperestunden-Akku kann also nur 100 Ampere Dauerstrom liefern. Für ein Bugstrahlruder mit drei bis vier Kilowatt Leistung ist das deutlich zu wenig.

Genau für diese Anwendungen ist der neue Hochtstrom-Akku von Liontron gedacht. Die Li-Batterie besitzt eine Kapazität von 85 Amperestunden und soll einen Dauerstrom von 400 Ampere liefern, ohne dass die Spannung wesentlich unter 12 Volt einbricht. Als sogenannten Kaltstartstrom verkraftet der Akku für 20 Sekunden sogar 1.200 Ampere. Laut Hersteller bleibt die Maximalleistung des Bugstrahlruders auch bei längeren Schüben und bis zum Ende der Batteriekapazität erhalten. Genau hier könnte aber auch ein Problem liegen, denn die Motoren der Bugstrahlruder sind nur für den Kurzzeitbetrieb gedacht und auf die deutlich schlechtere Spannungslage von Bleiakkus ausgelegt. Wer die Manövrierhilfe auf Lithiumtechnik umrüsten will, sollte sich unbedingt eine Freigabe vom Hersteller geben lassen. Außerdem ist zu beachten, dass der Hochstromakku laut Liontron nicht in Reihe geschaltet werden darf. Der Aufbau von 24-Volt-Systemen ist damit nicht möglich.

Der Akku wiegt 12,5 Kilogramm und besitzt ein integriertes Batteriemanagementsystem, das die Zellen vor Überladung und Kurzschlüssen schützt. Im Gegensatz zu vielen anderen Modellen des Herstellers bietet der Hochstromakku aber keine Bluetooth-Schnittstelle. Die Lebensdauer wird mit mehr als 3.000 Zyklen angegeben, dabei soll der Akku auch tiefe Entladung verkraften. Der Preis beträgt 1.350 Euro, im Onlineshop des Herstellers ist der Akku derzeit sogar für 1.080 Euro zu haben.


Lesen Sie die YACHT. Einfach digital in der Delius Klasing Kiosk App (iTunes und Google Play) oder bestellen Sie es im Shop als Abo oder Einzelheft:

iTunes Store Google Play Store Delius Klasing Verlag
  • 3,00 €
    Elektrik: Umbau auf Lithium-Akkus
Anzeige