Akkus

Li-Fe-Batterie für den Bordeinsatz

Lithium heißt das Zauberwort für Energiespeicher. Gutes Leistungsgewicht und enorme Zyklenfestigkeit zeichnen die Akkus von Transwatt aus

Alexander Worms am 06.02.2012
Li-Fe Akku Transwatt

Li-Fe-Akkus von Transwatt: hohe Energiedichte, geringes Gewicht, hohe Zyklenfestigkeit

Dabei bieten die Lithium-Ferrit-Zellen eine etwas geringere Energiedichte als etwa die aus dem Modellbau bekannten Lithium-Polymer-Zellen, sind dafür aber weniger empfindlich gegenüber unkorrekter Ladung. Die Li-Fe-Akkus schalten sich ab, sie sind durch eine Elektronik geschützt. Doch selbst, wenn die ausfällt, beginnt die Batterie nur kalt auszugasen. Das sei ungefährlich, so der Hersteller. Das größte Manko von Lithium-Akkus, die Brandgefahr, ist also eliminiert. Die Vorteile jedoch bleiben.

So können problemlos bis zu 90 Prozent der Kapazität genutzt werden. Eine Batterie mit 100 Amperestunden Nennleistung liefert also bis zu 90 Amperestunden Strom. Um diese Menge aus einem AGM-Akku zu entnehmen, muss ein Modell mit 180 Amperestunden gekauft werden. Das wiegt dann ca. 60 Kilogramm, wohingegen die Li-Fe-Zelle gerade mal 17 Kilogramm auf die Waage bringt. Auch die Zyklenfestigkeit, die der Hersteller angibt, beeindruckt: Bis zu 2000 Zyklen sollen möglich sein, wenn 90 Prozent der Kapazität entnommen werden. Sind es nur 50, hält der Akku laut Hersteller gar 5000 Ent- und Aufladungen. Damit relativiert sich auch der Preis. Ein 100-Amperestunden-Modell mit 12 Volt kostet 1.580 Euro. Ein 180-Amperestunden-AGM-Akku schlägt mit rund 450 Euro zu Buche und schafft etwa 400 Zyklen. Pro Zyklus kostet der Li-Fe-Akku damit 0,80 Euro – der AGM-Akku hingegen 1,13 Euro. Was bleibt, ist jedoch die hohe Anfangsinvestition, da mitunter auch neue Ladetechnik vonnöten ist.

Wer ein Gel-Akku-taugliches Ladegerät an Bord hat, kann es weiterhin verwenden. Transwatt bietet bei Kauf einer Li-Fe-Batterie an, dass an dem bestehenden Ladegerät die erforderlichen Einstellungen in der Software vorgenommen werden, sodass die vorhandene Technik, sofern geeignet, weiterhin zu verwenden ist.

www.transwatt.de

Alexander Worms am 06.02.2012

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