Elektronik

Kalibrierung: Anleitung für Kompass, Echolot, Logge und Wind

Nur wenn die Geber richtig justiert sind, liefern die Instrumente brauchbare Werte. Wie man die Messfehler von Lot und Co. korrigiert, jetzt im PDF-Download

Hauke Schmidt am 26.04.2020
Linjett43 Deck Details Schweden 2017 KAn_KA20171011_0675
YACHT/K. Andrews

Moderne Instrumentensysteme bieten eine Vielzahl von Anzeigen. Ohne genaue Justierung sind die Daten jedoch nicht hilfreich

Es ist nass und kalt, alle paar Minuten kracht der Steven in die unangenehm steile Welle – ganz offensichtlich gibt es angenehmere Kurse als diese holprige Kreuz. Doch ein Ende ist abzusehen. Laut Plotter sind es nur noch ein paar Minuten, dann ist die Anliegelinie auf dem Display über die Huk gekrochen, und das System meldet: Zeit zur Wende! Laut Berechnung geht der Kurs auf dem neuen Bug klar. Also nichts wie rum, die letzte Meile zum Wegepunkt kämpfen und dann endlich abfallen. Aber kaum sind die Segel über Stag und auf dem neuen Bug getrimmt, scheint der Wind mitgedreht zu haben. Von einem Anlieger zur Landspitze kann keine Rede mehr sein; es fehlen locker zehn Grad Höhe. Zur Bestätigung zeigt auch die Windanzeige einen Dreher.

Eine Wende später das gleiche Spiel, wieder scheint der Wind just im Manöver zu schralen. Einfach nur Wetterpech, oder steckt dahinter irgendein System? Ein Blick auf den Kompass bringt keinen wirklichen Erkenntnisgewinn. Gemäß Steuerkompass läuft das Boot rund 200 Grad, der Autopilot zeigt 190 Grad, und das GPS meldet einen Kurs von 220 Grad über Grund.

Erklärbar sind solche Abweichungen fast immer mit nicht richtig justierten Instrumenten, manchmal sogar mit fehlerhaftem Einbau. Ein einziger Messfehler pflanzt sich dabei gleich über mehrere Werte hinweg fort: Mit falscher Geschwindigkeit durchs Wasser errechnet das System die falsche Höhe am wahren Wind, damit falsche Wendewinkel und die falsche geografische Windrichtung. Der Fahrtensegler kann den vor der Wende noch so sicher geglaubten Wegepunkt plötzlich doch nicht anliegen, und der Regattaskipper sieht Winddrehungen, wo keine sind.

Komplett vermeiden lässt sich das weitverbreitete Problem kaum, es besteht aber die Möglichkeit, die gemessenen Werte von Kompass, Echolot, Logge und Wind so zu trimmen, dass ihre Anzeige den tatsächlichen Werten so nah wie möglich kommt. Das Ganze ist aller­dings mit einigem Zeit- und Rechenaufwand verbunden.

Wie es am schnellsten geht und welche Reihenfolge beachtet werden sollte, lesen Sie in YACHT 8/2020. Das Heft ist im DK-Shop erhältlich, oder Sie laden sich den Artikel direkt über den Link unten herunter.

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Hauke Schmidt am 26.04.2020

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