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Neue Kompakt-Klasse von B&G

Mit dem Vulcan 7 stellt B&G einen handlichen und günstigen Kartenplotter mit W-Lan vor. Die Funktionen entsprechen dem Topmodell

  • Hauke Schmidt
 • Publiziert am 03.04.2015

YACHT/H.Schmidt Auch der Vulcan beherrscht die praktische Sail-Steer-Anzeige der Zeus-Serie

Mit einer Displaygröße von sieben Zoll ist der Vulcan-Kartenplotter das Einstiegsmodell von B&G, bietet aber dennoch den von den Topmodellen der Zeus-Serie bekannten Funktionsumfang wie die praktische Sail-Steer-Anzeige. Diese ist seit neuestem auch in die Kartenansicht eingeschlossen, zudem gibt es eine grafische Startlinienfunktion fürs Regattasegel sowie die integrierte Autopilotenbedienung. Ebenfalls hilfreich: Über Windplots lassen sich das Drehverhalten und der Verlauf der Windstärke intuitiv erfassen. Die Bedienung erfolgt vollständig über das Multitouch-Display. Außer einem Ein-Aus-Schalter sind am Gerät keine Knöpfe vorhanden. Optional lässt sich aber ein externes Netzwerk-Bedienteil anschließen.

YACHT/H.Schmidt Per Windplot lässt sich der Verlauf von Drehern einfach erkennen

B&G empfiehlt den Vulcan als Hauptgerät für kleinere Yachten oder als Tochteranzeige auf größeren Schiffen. Dazu eignet er sich in der Tat recht gut, wie wir bei einem Test der Vorserienmodelle feststellen konnten. Das Display ist auch bei extremer Sonneneinstrahlung sehr gut zu abzulesen. Außerdem lässt sich neben den bekannten Karten- und Sail-Steer-Anzeigen auch ein Instrumenten-Bildschirm konfigurieren, auf dem beliebige Datensätze aus dem NMEA2000-Netzwerk in großen Ziffern dargestellt werden. Damit ist der Plotter sogar als multifunktionales Mastdisplay einsetzbar. Dafür spricht auch der moderate Stromverbrauch von knapp einem Ampere.

YACHT/H.Schmidt Mit der Instrumenten-Ansicht wird der Vulcan zur universellen NMEA2000-Tochteranzeige

Ein integriertes W-Lan-Modul sorgt für den Datentransfer zu Tablets oder Smartphones, das System kann sich aber über einen Hotspot im Hafen auch direkt ins Internet einwählen. Damit lassen sich beispielsweise Software-Updates laden oder elektronische Seekarten kaufen oder aktualisieren. Der Vulcan unterstützt Navionics-, C-Map- sowie BSB-Kartenformate.

Für Segler weniger interessant dürfte der integrierte Fishfinder sein; zum vollwertigen Grafikecholot fehlt dem Vulcan lediglich ein sogenannter DownScan-Geber.

Trotz der Funktionsvielfalt ist der Preis des Plotters moderat, laut B&G soll das Gerät 1022 Euro kosten und demnächst im Handel verfügbar sein. Die einzige Einschränkung, die man gegenüber einem wesentlich teureren Zeus-System machen muss: Der Vulcan besitzt keine Ethernet-Schnittstelle und kann daher nicht mit einer Radarantenne gekoppelt werden.

Weitere Informationen unter: www.bandg.com

YACHT/ H. Schmidt Rückansicht des Vulcan-Sieben-Zoll Plotters von B&G. Das Vorserienmodell steckte noch im Gehäuse des Schwestergerätes von Simrad 


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Themen: B&GBrooks & GatehouseKartenplotterMultifunktionsanzeigeNavicoNMEA2000PlotterVulcan 7

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