Blauwasser
Zweite Halbzeit für „Hippopotamus“

Judith und Sönke Roever starten zur Vollendung ihrer Weltumsegelung

  • Pascal Schürmann
 • Publiziert am 04.05.2009

S. Roever Überholungsbedürftig – "Hippopotamus" beim Kranen in Auckland

Nach fünf Monaten Pause in Neuseeland heißt es wieder: „Leinen Los!“ Mit ihrer Gib’Sea 106 geht es nun für das Hamburger Paar in die zweite Runde, diesmal gen Heimat.

Im Mai 2007 hatten die beiden jungen Segler ihren Törn bis ans andere Ende der Welt begonnen. Der ursprüngliche Plan: nach Neuseeland segeln, dort das Schiff verkaufen und dann zurück mit dem Flugzeug. Doch Judith und Sönke Roever entschieden sich, ihre Fahrt zu verlängern. „Wir wollen nach Hamburg zurück, aber wir wollen auch unser Schiff wieder mit nach Hause bringen — da stecken zu viel Herzblut und Erinnerungen drin.“

Nach der erfolgreichen Überfahrt über den Atlantik, die folgende Durchquerung der Karibik und langen Aufenthalt in der Südsee hatte das Paar Ende 2008 Neuseeland erreicht. Fünf Monate lang erkundeten sie anschließend die Nord- und die Südinsel, teils gemeinsam mit Judiths Schwester, die dort lebt.

S. Roever Zurück auf See. Die Hamburger nehmen Kurs auf die Heimat

Nun geht es wieder zurück an Bord. Vor dem Neustart haben die Roevers ihre „Hippopotamus“ sieben Tage lang auf Vordermann gebracht. Die anfängliche Angst, das Boot hätte Osmose, erwies sich zum Glück als nichtig. Das Unterwasserschiff sah zwar verdächtig danach aus, da es mit Blasen übersät war. Doch daran war nur ein falsch aufgetragener Antifoulinganstrich Schuld.

Nach Ostern gingen die Roevers dann von Auckland aus in See. Ihr erstes Ziel war die Bucht von Port Fitzroy. Ihr Fazit: „Nicht umsonst gilt die Insel als eines der schönsten Segelreviere Neuseelands.“

Nun geht es weiter bis nach Opua, wo sie fünf Monate zuvor ins Land einreisten und jetzt auch wieder ausklarieren werden. Die weitere Route ist derzeit noch von der Piratensituation im Roten Meer abhängig. Sollte eine ungefährliche Überfahrt möglich sein, werden Judith und Sönke Roever über Indonesien, Thailand, Indien, Oman, durch den Suez-Kanal bis nach Gibraltar und schließlich nach Hamburg segeln.

Bei nicht abzuschätzender Gefahr im Golf von Aden wollen die beiden eine 4000 Seemeilen längere Route um Südafrika in Kauf nehmen.

Weitere Informationen und aktuelle Bilder unter www.hippopotamus.de


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Themen: AucklandBlauwasserHippopotamusNeuseelandReiseRoeverRotes MeerSüdafrikaWeltumsegelung

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