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Zwei Segler vor Polen ertrunken

Ein Mann konnte schwimmend das rettende Ufer erreichen

  • Mathias Müller
 • Publiziert am 25.08.2003

Am Samstag Abend ist eine Segelyacht vor Polens Küste gekentert. An Bord befanden sich drei Münsteraner Segler. Nur ein Crewmitglied konnte sich schwimmend in Sicherheit bringen. Die Suche nach den beiden anderen Seglern wurde mittlerweile eingestellt.

Nur einem 40 Jahre alten Mann aus Münster gelang es, sich nach der Kenterung seiner Segelyacht am Samstag Abend im Stettiner Haff nahe bei Wollin in Sicherheit zu bringen. Schwimmend, so ein Sprecher der Polizei in Stettin, habe er das rund zwei Kilometer entfernte rettende Ufer erreicht.

Dort habe er einheimische Fischer benachrichtigt. Der Überlebende gab an, dass er und ein weiteres Crewmitglied (vermutlich sein 20 Jahre alter Sohn) versucht hätten, an Land zu schwimmen. Sein Sohn sei jedoch untergegangen. Zum Schicksal des dritten Mannes an Bord konnte er gestern keine Angaben machen. Er sollte bei der Yacht bleiben.

An Bord des Schiffes, so der Polizeisprecher, seien keine Rettungswesten gewesen. An der Suche nach den beiden Verunglückten waren zwei Seenotrettungskreuzer, Taucher und auch ein Hubschrauber beteiligt ? ohne Erfolg. Mittlerweile wurde die Rettungsaktion eingestellt, so die Stettiner Polizei.

Nähere Angaben zum Unfallhergang sind bisher noch nicht bekannt. Zum Zeitpunkt der Kenterung, so ein Sprecher der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger, hätten nördliche Winde um 6 Beaufort geherrscht. Die Sicht sei gut gewesen.

Die DGzRS verfügt im Übrigen über eine neue Notfall-Handy-Hotline. Unter der Nummer 124124 können Segler (aus dem Inland) die Rettungsstelle aus jedem Netz heraus erreichen.


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Themen: ErtrunkenePolenUnfallUnglück

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