Bavaria Yachtbau

Zwangspause bei Bavaria

Wegen austretender Gase mussten die Bänder vorübergehend abgestellt werden. Ein Gabelstapler ist vermutlich die Ursache

Michael Good am 26.02.2010

Steht im Moment still: Serienproduktion in Giebelstadt

Seit Donnerstag 14.00 Uhr stehen die Bänder in Giebelstadt still. Zuvor hatten sich Mitarbeiter wegen Unwohlseins, Übelkeit und Kopfschmerzen bei der Betriebsleitung gemeldet. Die große Fertigungshalle wurde unverzüglich geräumt, 200 Leute mussten evakuiert werden.

Für Polizei, Feuerwehr und Rettungsdienste wurde der Alarm zum Großeinsatz. Rund 30 Mitarbeiter aus der Produktion mussten sich mit starken Beschwerden in ärztliche Behandlung begeben. Einige von ihnen wurden mit Rettungswagen in umliegende Krankenhäuser gebracht. Mittlerweile sind jedoch alle Mitarbeiter wieder wohlauf und konnten die Spitäler wieder verlassen.

Für heute, Freitag, hat Bavaria Yachtbau einen Zwangsstopp der Produktion erlassen. Polizei und Feuerwehr suchen noch nach den genauen Ursachen für den Gas-Austritt. Nach ersten Untersuchungen verdichten sich die Hinweise, dass die Substanz von einem Gabelstapler ausgetreten ist. Das bestätigte Produktionschef Mike Reuer auf Anfrage der YACHT. In der Produktionshalle von Bavaria fahren ausschließlich gasbetriebene Fahrzeuge.

Jetzt muss die Halle erstmals gründlich durchlüftet werden. Alle 200 Angestellten der betroffenen Produktion wurden für eine Kontrolle zum Arzt geschickt. Ab Montag, versicherte Reuer, läuft die Fertigung wieder auf vollen Touren.

Michael Good am 26.02.2010

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