Blauwasser

Zum Nikolaus den Sieg verschenkt

Die ersten ARC-Yachten haben den Atlantik überquert. Schnellstes Schiff war der 78-Fuß-Performance-Kat "Allegra", die Line Honours holte sich aber ein anderer

Pascal Schürmann am 06.12.2019
Hullucine ARC Start 2019
WCC/ J. Mitchell

Die "Hallucine" beim Start der ARC vor Las Palmas di Gran Canaria 

Ob es auf Martinique die süßeren Schokoladennikoläuse oder aber den hochprozentigeren Rum gibt als auf der Nachbarinsel Saint Lucia, ist nicht bekannt. Fest aber steht, dass die bei der diesjährigen regulären Atlantic Rally for Cruisers zuletzt mit mehreren Stunden Vorsprung in Führung liegende "Allegra" auf den letzten Meilen eine Kursänderung vollzogen hat, die sie den ARC-Sieg gekostet hat. Statt in die Rodney Bay im Norden Saint Lucias die Ziellinie zu queren, bog Rob Grimm mit seiner Crew, die mit einem One-Off-Katamaran aus der Feder von Nigel Irens unterwegs war, überraschend gen Norden ab und machte auf Martinique fest. Über die Gründe ist bislang nichts bekannt.

Nutznießer ist der Franzose Regis Guillemot mit seiner Crew auf "Hallucine", gleichfalls ein Performance-Katamaran vom Typ Marsaudon TS5. Er schaffte es kurz nach Mitternacht Ortszeit vermutlich gerade noch rechtzeitig ins Ziel, um die geputzten Seestiefel für den heutigen Nikolaustag auf den Steg zu stellen. Elf Tage und rund 17 Stunden hat die Atlantiküberquerung gedauert. Mit dieser Zeit holte er sich die Line Honours.

Im Ziel wurden die Segler zunächst einmal statt vom Nikolaus vom ARC-Team des World Cruising Club in Empfang genommen und mit karibischem Obst und Hochprozentigem beschert – und wohl auch vom ein oder anderen bereits erfolgreichen ARC-plus-Segler. Viele Teilnehmer der Flottille, die früher als die reguläre ARC von Gran Canaria aufgebrochen war und erst noch einen Halt auf den Kapverden eingelegt hatte, sind bereits seit einigen Tagen auf Saint Lucia und bereiten seither den nach ihnen Ankommenden einen herzlichen Empfang.

Sollte der Passat nicht plötzlich schwächeln, werden es auch noch der österreichische Volvo-65-Racer "Sisi" sowie die französische JP 54 "The Kid" von Jean-Pierre Dick im Verlauf des Nikolaustags ins Ziel schaffen. Das Gros des Feldes hat hingegen gerade einmal rund zwei Drittel des Weges von Gran Canaria über den Atlantik in die Karibik hinter sich. Mit der Ankunft der meisten Fahrtenyachten ist nicht vor Mitte bis Ende kommender Woche zu rechnen.

Pascal Schürmann am 06.12.2019

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