Langfahrtsegeln
Zehn Weltumseglerpreise vergeben

In Cuxhaven trafen sich rund 200 Hochsee- und Weltumsegler zum jährlichen Trans-Ocean-Treffen

  • Johannes Erdmann
 • Publiziert am 22.11.2010

J. Erdmann YACHT Gruppenfoto am Ende des Abends: Die glücklichen Preisträger

Zehn Weltumseglerpreise vergeben

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Zehn Weltumseglerpreise vergeben

An kaum einem Ort der Welt kommt wohl so viel Segelerfahrung zusammen, wie jedes Jahr in der Kurpark-Halle. Den Trans-Ocean-Preis erhielt in diesem Jahr das Ehepaar Häussler für ihre Pazifik-Reise mit der "Ludus amoris".

Insgesamt zehn Weltumsegler-Preise vergab der über 6.000 Mitglieder zählende Verein in diesem Jahr. Die Preisträger sind: Jean-Pierre und Lony Friedrich ("Aquarius"), Dr. Gerhard und Wilma Ohm ("Aquila"), Wolfgang Barkemeyer ("Baros"), Wilhelm und Angela Jansen ("Belle Brise"), Katharina Theisen ("Freiheit"), Sönke und Dr. Judith Roever ("Hippopotamus"), Horst Scholz ("Inspiration II"), Beat und Edith Küng ("Serenade"), Dr. Gerhard und Gisela Sehmisch ("Silver Curl"), sowie Wolfgang Wirtl und Eva Strahser ("Sleipnir 2").

Als „Sieger der Herzen“ erntete Horst Scholz besonders langen Applaus für seine Weltumsegelung auf einem neun Meter langen Stahlschiff, das eigentlich für die Mecklenburger Boddengewässer konzipiert worden war. Bereits Ende der neunziger Jahre war er mit einer Hiddensee aufgebrochen, um die Welt zu umsegeln — Kurs Ost über Japan und Kanada nach Panama gesegelt, als ihm sein acht Meter langes Segelboot auf dem letzten langen Schlag Richung Heimat versank. Vor drei Jahren brach er dann mit dem Stahlschiff auf. „Diesmal hat es geklappt“, verkündete er freudig.

Neben den Weltumseglerpreisen wurden zusätzlich Wolfgang Barkemeyer (60) für seine Einhand-Weltumsegelung mit der Najad 460 "Baros" mit der Trans-Ocean-Medallie ausgezeichnet. Ebenso Katharina Theisen (69), die ihre zwölfjährige Weltumsegelung über 48.000 Seemeilen nach dem Tod ihres Mannes in Thailand zum größten Teil einhand zurück nach Deutschland fortsetzte.

Mit dem Regatta-Zinnbecher wurde Norbert Maibaum für seine erfolgreiche Teilnahme am Mini-Transat 2009 ausgezeichnet — und außerdem die Crew des "Walross IV", die mit wechselnder Crew von Deutschland nach Neuseeland und zurück segelte. Den Preis erhielt sie für ihre Teilnahme am Sydney-Hobart-Race. Zu neunt erschien die Crew auf der Bühne. "Hätten wir gewusst, dass ihr mit so vielen Leuten kommt, hätten wir statt einem Zinnbecher einen Zinneimer organisiert", begrüßte Laudator Andreas Hülsenberg die Preisträger.

Der begehrte, gläsernen Globus wurde für die Pazifikreise des Ehepaares Häussler verliehen, die mit ihrer "Ludos Amoris" inzwischen erneut unterwegs sind. Das Schiff liegt derzeit auf Vancouver-Island. In wenigen Monaten werden die Preisträger dorthin zurück reisen und ihre Reise um die Welt fortsetzen. Der Preis — ein Wanderpokal — muss jedoch in Deutschland bleiben. Dafür dürfen sie ein Bild davon mitnehmen.


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Themen: CuxhavenMedalliePreisTrans-Ocean

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