Havarie

Yacht vor Wustrow gestrandet

Ein Kleinkreuzer ist an die Ostseeküste bei Wustrow getrieben – es ist die zweite Strandung in dem Revier binnen drei Wochen. Die Bergung ist schwierig

Kristina Müller am 13.06.2018
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Feuerwehr Rerik

Fehlerhafte Vorbereitung wurde offenbar der Crew eines Kleinkreuzers am gestrigen Montagvormittag zum Verhängnis. Wie die Wasserschutzpolizei Mecklenburg-Vorpommern meldet, trieb das Boot vor der Halbinsel Wustrow an der Ostseeküste an Land. Ursache soll mangelnde Vorbereitung und eine Verkettung unglücklicher Umstände gewesen sein.

Zum einen sollen sich an Bord keine Seekarten des Reviers befunden haben, sodass die Crew zu flaches Gewässer angesteuert habe. Ausreichend Treibstoff, um sich mit dem Einsatz des Außenborders aus der Situation zu befreien, sei ebenfalls nicht an Bord gewesen. Zusätzlich habe es einen Schaden am Rigg gegeben.

Bergung mit Hindernissen

Der Versuch, das Boot mit dem Anker zu halten, blieb erfolglos, sodass auflandiger Westwind das Boot schließlich immer weiter auf den steinigen Grund vor der Küste trieb. Beide Crewmitglieder blieben unverletzt und konnten an Land gehen.

Die steinige Küste erschwerte schließlich auch die Bergung des Bootes durch die mittlerweile verständigten Rettungskräfte. Von See aus konnte es nicht erreicht werden – ein Freischleppen erwies sich als unmöglich. Die Bergung soll nun in Zusammenarbeit mit der örtlichen freiwilligen Feuerwehr erfolgen, so die Wasserschutzpolizei. Diese näherte sich bereits zu Fuß mithilfe einer Leiter dem Boot.

Bereits die zweite Strandung binnen weniger Wochen 

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Mitte Mai strandete diese Yacht vor Rerik

Die Strandung war dabei bereits die zweite binnen eines kurzen Zeitraums in dem Revier. Mitte Mai war ein 72-jähriger Skipper aus Chemnitz mit seiner acht Meter langen Segelyacht vor Rerik auf Grund gelaufen. Nach Auskunft der Wasserschutzpolizei hatte der Skipper vor der Halbinsel Wustrow geankert, doch die Ankerleine riss, und die Yacht wurde bei Nordwestwind an die Küste getrieben.

Der Segler blieb unverletzt und konnte an Land gehen. Auch hier war das Boot vom Wasser aus für die Rettungskräfte nicht zu erreichen. Es soll nach Auskunft der Feuerwehr Rerik mittlerweile jedoch geborgen worden sein.
 

Kristina Müller am 13.06.2018

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