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Yacht vor Rügen vermisst

Am 29. Juni gab es letzte Zeichen von der Neptun 26

  • Mareike Feldmann
 • Publiziert am 15.07.2004

Am 26. Juni waren ein 62-jähriger und ein 67-jähriger Mann mit ihrer acht Meter langen Yacht auf eine Tour rund Rügen gestartet. Eigentlich wollten die beiden Brüder schon am 3. Juli zurück im Heimathafen sein, doch von der Neptun 26 "Al-Mien" fehlt bislang jede Spur.

Die zwei Männer aus Born (Darß), die von ihren Angehörigen vergangenen Freitag vermisst gemeldet wurden, konnten trotz einer tagelangen, groß angelegten Suche bisher nicht gefunden werden.

Der letzte sichere Hinweis über den Verbleib der Segler stammt von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS). Ein Seenotrettungskreuzer hatte das Boot am 29. Juni gegen Mittag vor Thiessow im Südosten Rügens freigeschleppt, nachdem es kurz nach dem Auslaufen aus dem Hafen auf Grund gelaufen war. Obwohl die beiden Männer dabei auf ein Leck an ihrer Yacht aufmerksam gemacht wurden, lehnten sie es ab, wieder zurück in den Hafen geschleppt zu werden. Mit ihrem Boot wollten die Brüder die Reise nach Sassnitz fortsetzen. Dort kamen sie aber nie an.

Die Suche der Rettungskräfte wurde zunächst auf den gesamten Inselküstenbereich und die Küstengewässer um Rügen ausgedehnt. Mittlerweile konzentrieren sich die Suchenden auf den Abschnitt zwischen Südperd und Sassnitz, also den östlichen Teil der Rügener Küste. Die letzte Verbindung via Mobiltelefon zur "Al Mien" konnte im Küstenbereich vor Sellin und Binz geortet werden. Die Kriminalpolizei in Barth, die den Fall behandelt, befürchtet, dass der Kontakt beim Sinken des Bootes abgebrochen ist.

Ein Einsatz von Tauchern kann allerdings nicht eingeleitet werden, da die mögliche Unglücksstelle nicht genau bezeichnet werden kann. Und das Wasser ist im fraglichen Gebiet zu tief, als dass die Yacht, wenn sie auf Grund liegt, aus der Luft gesehen werden könnte.


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Themen: RügenUnglückVermisst

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