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YACHT verhindert Manipulation

Leserwahl zur "Yacht des Jahres"

am 14.01.2002

Die Auszeichnung "Yacht des Jahres", die alljährlich von den Lesern des Hamburger Segelmagazins YACHT in vier Kategorien vergeben wird, hat offensichtlich einen sehr hohen Stellenwert.

Die Redaktion entdeckte bei der Auswertung der aktuellen Wahlkarten jetzt den Versuch einer massiven Manipulation zu Gunsten von zwei Werften.

Hamburg, 11. Januar 2002. Traditionell zur Wassersportmesse "Boot" in Düsseldorf (19.-27. Januar 2002) präsentiert die Hamburger Segelzeitschrift YACHT die Ergebnisse ihrer Leserwahl zur "Yacht des Jahres". Mit der wichtigsten Auszeichnung in der Wassersportbranche werben die ausgezeichneten Werften bereits auf der Messe um neue Kunden.

   Bei der routinemäßigen Überprüfung der mehr als 10 000 Stimmen kam es jetzt im Zusammenhang mit zwei Modellen deutscher Hersteller zu Ungereimtheiten. Eine auffällige Häufung von Stimmen verbesserte das ohnehin gute Abschneiden der "Hanse 371 DS", der Greifswalder Hanse-Werft, und der "Bavaria 44", des Herstellers Bavaria aus Giebelstadt, deutlich. Beide rückten vom zweiten auf den ersten Platz ihrer Gruppe vor. Hunderte Wahlkarten mit identischem Stimmmuster und vielfach identischer Handschrift sorgten für diese Verschiebung. Wie Recherchen der Redaktion ergeben haben, wurden dabei Personen ohne Wissen und Zustimmung als vermeintliche Absender eingetragen. "Das ist ein beispielloser Vorgang in der langen Geschichte der Wahl zur Yacht des Jahres", bewertet Chefredakteur Jochen Rieker die Vorgänge.

   Die Redaktion reagierte umgehend, bereinigte die Wahlergebnisse und bat die betroffenen Werften um eine Stellungnahme. Hanse-Chef Michael Schmidt zeigte sich irritiert. Tatsächlich gibt es nach den vorliegenden Informationen keine Anhaltspunkte für eine aktive Einflussnahme der Hanse-Werft; ein Händler hatte offenbar in Eigenregie Stimmen manipuliert. Bavaria hingegen musste auf Nachfrage einräumen, unter falschem Namen selbst mehrere Hundert Hefte gekauft und die sich darin befindlichen Stimmkarten an Mitarbeiter weiter gegeben zu haben.

   Die YACHT wird die nunmehr wieder einwandfreien Resultate am 19. Januar 2002 der Branche vorstellen. "Die rechtmäßigen Gewinner haben es einfach verdient, dass wir trotz dieser versuchten Einflussnahme die Yachten des Jahres küren", sagte Jochen Rieker. Die Hintergründe sowie alle Ergebnisse zur Wahl des "Yacht des Jahres" lesen Sie in YACHT 3/2002, die ab 30. Januar am Kiosk erhältlich ist.

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