Havarie

Yacht sinkt durch Feuer am Anleger der Insel Bock

In der Nacht von Freitag auf Samstag ist eine Yacht zwischen Hiddensee und Zingst ausgebrannt und gesunken. Der Skipper konnte sich retten

Kristina Müller am 05.10.2020
Feuer
Die Seenotretter – DGzRS

Rettungskräfte versuchen, den Brand zu löschen

Zwischen Zingst und Hiddensee ist am Freitagabend, 2. Oktober, eine Yacht in Brand geraten und gesunken. Der Einhandsegler des gut elf Meter langen Bootes konnte sich unverletzt auf die kleine Insel Bock retten. Zuvor hatte er Probleme mit der Hydraulikanlage an Bord bemerkt. Daraufhin hatte er den Anleger der kleinen unbewohnten Insel Bock angelaufen, die zwischen der Ostspitze der Halbinsel Zingst und der Südspitze der Insel Hiddensee liegt. Als der Skipper sein Boot dort festgemacht hatte, bemerkte er Feuer an Bord und alarmierte gegen 21.50 Uhr die Seenotretter. Er selbst konnte sich unverletzt an Land retten.

Die Seenotleitung Bremen der DGzRS alarmierte die Besatzung des Seenotrettungsbootes "Hertha Jeep", das in Stralsund stationiert ist. Zudem wurden die Wasserschutzpolizei und Berufsfeuerwehr Stralsund um Unterstützung gebeten, die beide mit eigenen kleinen Booten ebenso wie das Seenotrettungsboot Kurs auf den Unglücksort nahmen.

Etwa 20 Minuten nach der Alarmierung meldete sich der Skipper erneut bei den Seenotrettern. Das Feuer hatte sich derart schnell an Bord ausgebreitet, dass inzwischen die Festmacherleinen verbrannt waren. Der Havarist trieb nun im Schilfgürtel der Insel. Kurz darauf traf das Schlauchboot der Wasserschutzpolizei ein. Die Polizisten nahmen den Skipper an Bord und brachten ihn nach Barhöft.

Als die Boote der Seenotretter und der Feuerwehr wenig später vor Ort waren, stand die Segelyacht bereits komplett in Flammen und drohte auseinanderzubrechen. Nach und nach versank sie vor der Insel. Seenotretter und Feuerwehrleute konzentrierten sich darauf, den Steg zu sichern. 

Gemeinsam mit einem Boot des Technischen Hilfswerks und einem Sportboot mit Einsatzkräften der Freiwilligen Feuerwehr Prohn brachten sie in der Nacht Ölsperren aus. 

Zum Unglückszeitpunkt herrschten im Revier östliche Winde um 5 Beaufort und etwa ein halber Meter Seegang.

Kristina Müller am 05.10.2020

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