Seeunfall

Yacht nach tödlicher Havarie aus der Jade geborgen

Der am Sonntag gekenterte Jollenkreuzer ist zur Untersuchung nach Hooksiel eingeschleppt worden. Neue Details zum fatalen Unglück werden bekannt

Uwe Janßen am 07.05.2019
Havarie
privat

Der Rumpf des verunglückten Jollenkreuzers in der Schleuse Hooksiel

Bis gestern lag der am Sonntag auf der Jade havarierte Jollenkreuzer kopfüber verankert an der Wattkante in der Nähe von Hooksiel. Dann kappten Bergungskräfte das Rigg, und der Rumpf richtete sich selbsttätig wieder auf. Heute wurde er nach Hooksiel eingeschleppt. In der dortigen Werft wird der Havarist zunächst von Sachverständigen untersucht. 

Unterdessen sind weitere Details bekannt beziehungsweise bestätigt worden. Der 30er-Jollenkreuzer von Schneidereit ist durch zahlreiche Regattateilnahmen relativ populär in den friesischen und ostfriesischen Gewässern. Gleiches gilt für seine Crew, die als seglerisch überaus erfahren gilt. Der verhängnisvolle Schlag am Sonntag auf der Jade diente als Trainingseinheit für die morgen beginnende Saison der Mittwochsregatten der Segelkameradschaft Horumersiel.  

Havarie

An der Küste ein populäres Boot - hier unter Spi bei der Spiekerooger Seesterngedächtnis-Regatta 2015

In der gesamten Seglerschaft an der Jade herrscht „tiefe Betroffenheit und Trauer“, wie die „Nordwest-Zeitung“ berichtet. Das Blatt zitiert örtliche Segler, die bestätigen, dass es in einer schweren Bö unter Spinnaker wohl zu einem Sonnenschuss gekommen sei. Daraufhin sei die zehn Meter lange Yacht gekentert. 

Die infolge der Kenterung verstorbene 49-Jährige aus dem ostfriesischen Bingum hinterlässt der Zeitung zufolge ihren Mann und zwei Söhne.

Uwe Janßen am 07.05.2019

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