Refit-Blog Woche 3
Wieder eine Reise – und Diskussionen

Unsere Dehlya ist in Kappeln angekommen. Osmosebehandlung. Dazu ein Treffen mit Yachtkonstrukteur Marc-Oliver von Ahlen. Brainstorming

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 18.11.2016

YACHT/Lars Bolle Erste Entwurfe werden in Marc-Olivers Wohnzimmer diskutiert

Gestern ging es von Hamburg nach Kappeln. Auf dem Gelände von Ancker-Yachting hat Peter Wrede eine Lackierhalle. Dort soll das Unterwasserschiff unserer Dehlya sandgestrahlt werden. Denn auch das bleibt uns nicht erspart: Unser Boot hat Osmose. Das ganze Ausmaß werden wir erst wissen, wenn die dicke Schicht Antifouling runter ist.

Direkt um die Ecke sitzt Yachtkonstrukteur Marc-Oliver von Ahlen. Er berät uns bei dem Projekt, was, wie die gestrigen Gespräche zeigten, auch dringend nötig ist. Denn die große Zahl qualifizierter Partner verleitet allzu oft zu gedanklichen Höhenflügen.

Können wir auf die Dehlya ein Racer-Rigg mit Squarehead-Großsegel stellen? Den Wassertank trockenlegen und dafür mehr Ballast unter den Hubkiel bolzen? Einen ausfahrbaren Gennakerbaum durch den Rumpf stecken? Solcherlei Ideen haben wir in einem ersten Brainstorming gewälzt.

Dabei stellte sich immer die grundsätzliche Frage: Was sollte man aus heutiger Sicht an einer Yacht ändern, der eigentlich ein sehr stimmiges Gesamtkonzept zugrunde liegt? Ändern wir nur um der Änderung willen, kommt am Ende zwar vielleicht etwas ganz Neues heraus, das aber weder etwas mit der ursprünglichen Dehlya zu tun hat noch realistisch für Selbst-Refitter umsetzbar wäre.

YACHT/Lars Bolle Unsere Dehlya bei Ancker-Yachting. Das Schild rechts oben "Entsorgung" steht in keinem Zusammenhang zum Stellplatz ;)

Ja, man könnte die Dehlya auch so belassen, wie sie ist, quasi den Auslieferungszustand wiederherstellen. Wie gesagt, das Konzept ist stimmig. Auf der anderen Seite gab es in den Jahrzehnten seit ihrem ersten Entwurf etliche positive Entwicklungen im Yachtbau.

Marc-Oliver sitzt jetzt wahrscheinlich gerade wieder am Rechner und tüftelt. Er hat auch schon ein 3D-Modell der Dehlya im Rechner, weil uns Van de Stadt Design in Uitgeest sehr unkompliziert die Originalzeichnungen zur Verfügung gestellt hat, was durchaus nicht selbstverständlich ist.

YACHT/Lars Bolle Tschüss Boot, bis demnächst...

Bis spätestens Weihnachten wollen wir erarbeiten, wie die Dehlya aussehen soll und welche Operationen sie noch über sich ergehen lassen muss.


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