Winterlager
Wie gefährlich ist Antifouling?

In England wird derzeit über den privaten Umgang mit Unterwasserfarbe debattiert. Ein Verbot hätte auch Auswirkungen auf andere EU-Staaten

  • Karolina Meyer-Schilf
 • Publiziert vor 6 Jahren

Hauke Schmidt Beim Auftragen und Abschleifen von Antifouling sollte immer entsprechende Schutzkleidung getragen werden

Eine britische Umfrage soll derzeit klären, wie verantwortungsbewusst Eigner bei der Verarbeitung des Antifoulings vorgehen. Dabei wird unter anderem gefragt, wie sie die Farbe auftragen, wie oft sie es tun und welche Vorsichtsmaßnahmen wie etwa Mundschutz oder Handschuhe sie dabei treffen.

Der britische Dachverband der Farb- und Tintenhersteller BTC ist Auftraggeber der Umfrage und will damit den Verbots-Tendenzen entgegentreten, die in den letzten Jahren auf politischer Ebene offenbar immer mehr Gehör finden. Nach einem Bericht der englischen Segelzeitschrift "Yachting Monthly" fürchtet der Dachverband sogar ein Verbot der Unterwasserfarbe im privaten Gebrauch – das würde heißen, dass nur noch Fachbetriebe das Antifouling auftragen dürften. Damit verbunden wäre eine erhebliche Kostensteigerung für die Eigner.

Der Verband hofft, durch die Umfrageergebnisse einen verantwortungsbewussten Umgang der Eigner nachweisen und so den Verbotstendenzen entgegenwirken zu können.

Sollte in Großbritannien dennoch in Zukunft die private Nutzung von Unterwasserfarbe verboten werden, könnte das auch Auswirkungen auf andere EU-Staaten haben.


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Themen: AntifoulingGroßbritannienUnterwasserschiffVerbot

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