Jan Hamester
Weltumsegelung soll doch fortgesetzt werden

Update: Kein Landgang geplant! Die Entzündung im Bein klingt nicht ab, Hamester kann sich kaum bewegen. Medikamente übernommen, Gefahr einer Sepsis

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 22.12.2016
Jan Hamester in der Koje seiner "Roaring Forty" Jan Hamester in der Koje seiner "Roaring Forty" Jan Hamester in der Koje seiner "Roaring Forty"

YACHT/N. Guenter Jan Hamester in der Koje seiner "Roaring Forty"

Update 10.00 Uhr: Die Meldung Jan Hamesters, er wolle Fernando de Noronha anlaufen, war offenbar missverständlich. Freundin Mirjam Boumans teilt mit, dass Hamester nicht an Land gehen will, sondern nur in erreichbarer Nähe des Hospitals auf Fernando de Noronha bleiben will. Aus der Entzündung am Bein sei ein Abzess geworden, und es gehe nun darum, eine Sepsis zu vermeiden. Hamester wolle beigedreht oder vor Anker in der Nähe der Inselgruppe bleiben, brauche Ruhe, um sich zu kurieren und Kraft für die Weiterfahrt zu sammeln.

Gestern hinterließ Hamester diese kurze, missverständliche Botschaft in seiner Routenaufzeichnung:

Dieser Inhalt steht nicht mehr zur Verfügung.

"Course Fernando de Noronha. Have to make a stop over there, because my leg hurts so. Couldn’t do anything in the Moment. Best , RF & JH"

Kurz vor dieser Nachricht hatte es noch deutlich besser ausgesehen. Ein türkischer Frachter hatte ihm Medikamente übergeben. Darüber berichtete Hamester wie folgt:

Habe bekommen: 1 Feuerzeug, Amoxicilline 875/125, 15 Amoxicilline 500, 20 Betadine-Salbe, Ibu 400, Verbandsmaterial etc. Schöner, alter Container mit eigenem Ladegeschirr. Heimathafen Antalya, türkische Flagge. Den Namen hab ich bis zum Schluss nicht richtig verstanden. War so ein cooles Manöver. Die Jungs kriegen mindestens zwei Seiten im Buch. Problem war, dass es genau im Moment der Übergabe dunkel wurde. Deshalb ging der erste Container verloren. Den zweiten, mit Licht, konnte ich mit viel Adrenalin und einer halben Stunde Kampf dann bergen. Am coolsten war dieser in der See rollende Riesendampfer, an den ich so dicht wie möglich segeln musste. Das war auch für mich aufregend. Über VHF Handy konnten wir uns aber durchgehend verständigen. Es war einfach saugeil!


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