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Wal-Heimat Ostsee

Geschwächtes Tier findet den Ausgang der Ostsee nicht. Jetzt tauchte der 15 Meter lange Finnwal vor Kiel auf

  • Christoph Schumann
 • Publiziert am 29.07.2003

Am 26. Juni wurde ein Finnwal im Øresund zwischen Dänemark und Schweden gesichtet. Seitdem ist das Säugetier vor Århus, in der Enge des Kleinen Belts, in der Flensburger Förde und jetzt im Kieler Innenhafen beobachtet worden.

Eine Narbe vor der Finne, die sich der Wal bei einer Kollision mit einem Segelboot am 22. Juli im Horsensfjord zugezogen hatte, weist eindeutig darauf hin, dass es sich um ein und dasselbe Tier handelt.

Finnwale werden bis zu 25 Meter lang und 80 Tonnen schwer. Sie sind nach dem Blauwal die zweitgrößte Art. Als Nahrung der zahnlosen Säuger dienen Krill, andere Krebstiere und kleine Schwarmfische. Die sind allerdings in der Ostsee nicht ausreichend vorhanden, sodass die Sorge um das Überleben des Wals steigt.

Zurzeit wird die Frage diskutiert, ob man ihn durch Nahrung in die richtige Richtung locken könnte. Experten sind sich einig, dass das nicht gelingen kann. Man sollte dem scheuen Tier lediglich Ruhe gönnen.


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Themen: GestrandetOstseeWal

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