Johannes Erdmann

Vor Spanien geht nichts mehr

Kräftezehrende Biskaya-Überfahrt: Erst Sturm und kein Schlaf, dann Flaute und kein Motor. "Maverick too" erreicht Spanien nur im Schlepp

Karolina Meyer-Schilf am 24.10.2014
Flautengetucker im englischen Kanal

"Maverick too" im Öl

Die gute Nachricht zuerst: Johannes Erdmann und Cati Trapp haben wohlbehalten Spanien erreicht. Sie liegen derzeit im kleinen Fischerort Carino an der Nordküste Galiziens. Die schlechte Nachricht: Die letzten 30 Meilen mussten sie von einem Rettungskreuzer geschleppt werden. 

Nach einer stürmischen Überfahrt durch die Biskaya bei teilweise 7 bis 8 Beaufort und entsprechend wenig Schlaf geriet die "Maverick too" 30 Meilen vor La Coruña in eine Flaute. Johannes Erdmann, der in den vergangenen vier Tagen nur etwa zehn Stunden geschlafen hatte, versuchte zunächst noch bei wenig Wind gegenan zu kreuzen, bevor der Wind ganz einschlief und dann noch die Strömung gegenan setzte.

Der Motor, der seit Beginn der Reise Probleme macht, versagte in der Flaute vollends seinen Dienst. Schließlich entschieden sich Erdmann und Trapp, sich von den spanischen Seenotrettern in den kleinen Fischerhafen schleppen zu lassen.

Obwohl die Schleppaktion das Paar ein ganzes Monatsbudget gekostet hat, sind beide nun froh, erst einmal in Spanien angekommen zu sein: "Wir haben uns das echt überlegt und dann aber entschieden: Das ist es uns auf jeden Fall wert. Wir waren einfach fertig nach der Überfahrt."  

Derzeit liegen sie bei dem Rettungskreuzer im Päckchen, wollen aber heute noch weiter in den zwölf Seemeilen entfernten Yachthafen, wo Liegeplatz und Versorgung besser sind. Den Motor konnte Johannes Erdmann inzwischen notdürftig reparieren: Der Thermostat war kaputtgegangen.

Demnächst mehr von der Crew in ihrem Blog hier auf yacht.de!

Karolina Meyer-Schilf am 24.10.2014

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