Refit-Blog Woche 92
Vom hässlichen Entlein zum stolzen Schwan

Die Decksgrundierung ist aufgebracht. Der Lohn all der Mühen wird zum ersten Mal sichtbar. Der ganze Gammel und Schäden sind weg

  • Lars Bolle
 • Publiziert am 23.08.2018
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YACHT/L. Bolle .

„Das ist der Moment, wo man sich normalerweise ein Bier aufmacht“, sagt Florian Brix vom Yachtlackierer Peter Wrede. Denn wochenlanges Schleifen, Spachteln, wieder Schleifen, all der Schweiß, all die Mühe sind unter einer grauen Epoxyschicht verschwunden.

Das Außenkleid der Dehlya ist damit so gut wie fertig. Ganz am Schluss, wenn alle anderen Arbeiten abgeschlossen sind, bekommt sie ihre endgültige Deckslackierung, diese wird jedoch nicht grau, sondern weiß sein.

YACHT/N. Günter Die Dehlya nach der ersten Primerschicht (links) und wie sie davor nach den Spachtelarbeiten aussah

Auch wenn es auf den ersten Blick vielleicht gar nicht nach so viel Arbeit aussieht, was da an Deck geschehen ist – der Schein trügt. Denn es mussten nicht „nur“ ein paar Schäden ausgebessert werden. Das gesamte Gelcoat war ausgekreidet, Tausende kleinste Löcher reihten sich aneinander, plus Bohrungen ehemaliger Beschläge, grob zugespachtelter Reparaturen.

Doch damit nicht genug. Das Deck war zuvor geprägt von den Rezessen, in denen der Antirutschbelag bündig mit dem Deck verklebt war. Diese einzelnen Flächen, man könnte es auch Stückwerk nennen, entsprach einerseits dem Zeitgeschmack, zum anderen gab es diesen Belag wohl zu der Zeit gar nicht in größeren Stücken.

Dehlya 25 Decksgrundierung

15 Bilder

Dehlya 25 Decksgrundierung

Bei der neuen Dehlya soll auf das Deck ein Kunststoff-Teakdeck, Permateek, gelegt werden, doch nicht wieder in einzelnen Inseln, sondern durchlaufend. Das streckt die Linien und sieht eleganter aus. Dafür hätten jedoch entweder die Stege zwischen den Rezessen weggeschliffen werden müssen mit anschließender Nachbearbeitung aller Radien. Zudem sitzt die Genuaschiene künftig etwas weiter innen als beim Original, womit auch deren Fundament unnötig breit ausgefallen wäre und ebenfalls etwas schmaler hätte geschliffen werden müssen.

Die Yachtlackierer entschieden sich gegen diese Variante. Die Rezesse wurden aufgespachtelt. So ist das Deck jetzt einheitlich flach und lässt alle Möglichkeiten, das Flexiteak zu verlegen und die Beschläge zu positionieren.


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