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Verhalten positive Stimmung nach hanseboot

Offenbar mehr Besucher als im Vorjahr - Aussteller verhalten optimistisch - Trendwende noch nicht geschafft

  • Jochen Rieker
 • Publiziert am 03.11.2003

Die Veranstalter der 44. Internationalen Bootsausstellung Hamburg haben am Sonntag ein positives Fazit nach neun Messetagen gezogen. Den offiziellen Angaben zu Folge kamen 131.000 Besucher, 4 Prozent mehr als im Vorjahr.

Wie die Messeleitung in einer Pressemitteilung erklärte, sei auch der Anteil der Käufer gestiegen. Fast jeder zweite Besucher habe auf der hanseboot gekauft, bestellt oder gebucht (Käuferanteil: 49,8 Prozent, Vorjahr: 45 Prozent). Vor allem Segelschiffe waren gefragt. Nach den Ergebnissen der Messebefragung haben 15 Prozent der Käufer Jollen oder Yachten geordert.

"Die hanseboot hat deutlich gemacht, dass es der Bootswirtschaft besser
geht als anderen Wirtschaftszweigen", bilanzierte Claus-Ehlert Meyer,
Geschäftsführer es Deutschen Boots- und Schiffbauer-Verbandes.
Zwar sei der Geschäftsverlauf in den verschiedenen Bereichen
unterschiedlich gewesen. Für viele Aussteller habe die Messe aber "mit
positiven Ergebnissen" geendet.

Gerhard Schöchl von Sunbeam freute sich über "sehr gute Kontakte". Er habe zwar weniger Anfragen am Stand gehabt, aber dennoch "sehr gut verkauft".

Michael Schmidt, Gründer und Chef des Yachtzentrums Greifswald bezeichnete die hanseboot gar als "Renner": "Wir haben mehr verkauft als im Vorjahr".

Andere waren weniger euphorisch. So zeigte sich Magnus Rassy, Geschäfstführer der schwedischen Edel-Werft Hallberg Rassy lediglich "zufrieden". Roland Hermann von Bavaria Yachtbau sagte: "Die hanseboot war für uns gut, aber nicht sehr gut." Das passe auch nicht in die
jetzige Zeit. Größer als im Vorjahr war das Interesse an der
Mittelklasse zwischen 32 und 38 Fuß. Reiner Kürten von Najad Deutschland äußerte offen Kritik: Er könne nicht erkennen, dass die Besucherzahlen gestiegen seien, sagte er.

Tatsächlich kann man wohl nur von vorsichtigem Optimismus sprechen. Viele Werften berichteten von einem eher schleppenden Verkauf. Und auch bei den Ausrüstern und Charteranbietern ist das Stimmungsbild gemischt.

Die Trendwende ist angesichts des nach wie vor schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfelds ganz offenbar noch nicht erreicht.


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Themen: HansebootMesse

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