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Van den Heede greift Rekord an

Einhand und nonstop gegen den Wind um die Welt – der Franzose will das zweieinhalbmal so schnell schaffen wie Wilfried Erdmann

  • Uwe Janßen
 • Publiziert am 08.11.2002

Vier Tage nach seinem Start in Brest liegt Jean-Luc Van den Heede bei seiner Rekordjagd im Soll. Der 57-jährige Franzose will seinem Landsmann Philippe Monnet die Bestzeit für die schnellste Nonstop-Einhand-Weltumsegelung gegen den vorherrschenden Wind abnehmen – und er hat in dem virtuellen Duell bereits einen halben Tag Vorsprung herausgesegelt.

Van den Heede hat mit dem 70-Fußer "Adrienne“ auf deutlich südlicherem Kurs momentan 293 Meilen mehr im Kielwasser als Monnet, der 1999 mit dem Open 60 "Uunet“ insgesamt 151 Tage, 19 Stunden, 54 Minuten und 36 Sekunden für die denkbar härteste Weltumsegelung brauchte. Um zehn Tage will Van den Heede bei seinem dritten Rekordversuch auf dieser Strecke schneller sein. Der erste endete 1999 nach Kollision mit einem Container, der zweite 2001 wegen einer defekten Kielaufhängung.

Der Extremsegler, der bereits zwei Vendeé Globes absolviert hat, wäre der sechste Mensch überhaupt, der diese Route übersteht — nach Chay Blyth 1970 (291 Tage), Ambrogio Fogar 1973 (über ein Jahr), Mike Golding 1994 (161 Tage), Philippe Monnet und im vergangenen Jahr Wilfried Erdmann. Der Deutsche war 343 Tage unterwegs gewesen - wenn Van den Heedes Kalkül aufgeht, wäre er fast zweieinhalbmal so schnell wie Erdmann.

Interessierte können den aktuellen Rekordversuch auf van den Heedes sehr guten Internet-Seite verfolgen.


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Themen: RekordVan den HeedeWeltumsegelung

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