Das Oberste Gericht von Providence/Bristol County im US-Bundesstaat Rhode Island hat einen provisorischen Konkursverwalter für die Werft US Watercraft LLC eingesetzt, deren Produkte auch Seglern in Europa ein Begriff sind – allen voran die eleganten und von Nathanael Herreshoff inspirierten Daysailer der Alerion-Reihe und die Lizenzbauten für J Boats, wie die klassischen Modelle J 22, J 24, J 80 und J 105, die J Boats selbst nicht mehr herstellt. Auch die Modelle Farr 30 und 40 gehörten früher mal zum Portfolio. Aber US Watercraft baute in den vergangenen Jahren auch moderne Renner, wie die C&C 30 One Design oder den Cruiser/Racer C&C 41 Redline.

US Watercraft Bestseller: Die Alerion Express 28, inspiriert von Herreshoff, definierte das Konzept des modernen Daysailers mit klassischen Linien
Viele der Marken, die die Werft zuletzt im Programm führte, wurden samt Bauformen und Plänen von deren Vorbesitzern akquiriert, wie auch Alerion Yachts von der Pearson Marine Group, die als Tochterfirma von TPI Composites bis 2004 Freizeitboote herstellte, aber auch Windkraftanlagen.
Nach dem Konkurs des renommierten Mastherstellers Hall Spars, der von der North Technology Group übernommen wurde, ist dies ein weiterer Schlag für die Bootsbauindustrie im Nordosten der USA. Wie es mit US Watercraft weitergeht, soll am 8. August vor Gericht entschieden werden, wo zunächst ein permanenter Konkursverwalter bestimmt wird.