Atlantic Rally for Cruisers

Und ewig lockt die Ferne

Gestern haben die ersten Langfahrtcrews Gran Canaria verlassen, darunter auch viele deutsche. Mit Zwischenhalt auf den Kapverden nehmen sie Kurs auf die Karibik

Pascal Schürmann am 12.11.2018
Start ARC
WCC/C. Pengelly

Der gestrige Start zur ARC+ 2018 (Las Palmas–Mindelo–Rodney Bay)

Die Crews von 55 Einrumpfyachten, 16 Katamaranen sowie einem Trimaran sind gestern zur ersten Etappe ihres Transatlantiktörns gestartet. Vor dem Hafen von Las Palmas di Gran Canaria setzten die Teilnehmer der diesjährigen vom britischen World Cruising Club (WCC) veranstalteten ARC+ die Segel, um gemeinsam Mindelo auf der Kapverdeninsel São Vicente anzusteuern. Zehn der Schiffe fahren unter deutscher Flagge. 

Voraus liegen 850 Seemeilen, die die Crews voraussichtlich in fünf bis sieben Tagen absolvieren werden. Nach einem mehrtägigen Aufenthalt in Mindelo, der für Reparaturen, Ausflüge und Crewwechsel genutzt werden kann, geht es anschließend weiter in die Karibik. Die Distanz dieser zweiten Etappe beträgt auf der Ideallinie rund 2150 Seemeilen. Ziel ist die Rodney Bay im Norden der Insel Saint Lucia, wo die Boote im Dezember eintreffen werden.

Kommen und Gehen auf den Kapverden

Sobald die Flotte der ARC+ die Kapverden verlassen haben, werden dort schon die nächsten Transatlantikfahrer erwartet. Am Donnerstag schickt der World Cruising Club gleichfalls von Las Palmas aus weitere 17 Schiffe gen Mindelo. Deren anschließendes Ziel ist dann jedoch statt Saint Lucia die Blue Lagoon auf der südlich benachbarten Insel St. Vincent.

Start ARC

Der gestrige Start zur ARC+ 2018 (Las Palmas–Mindelo–Rodney Bay)

Diese zweite ARC+-Flottille, an der auch eine deutsche Yacht teilnimmt, ist eine Premiere. Damit reagiert der WCC auf das seit Jahren stetig zunehmende Interesse an der Atlantic Rally for Cruisers. Da man sowohl in Las Palmas als auch im Zielhafen auf Saint Lucia inzwischen die Kapazitätsgrenzen erreicht hat, kamen die Macher auf die Idee, Alternativrouten anzubieten.

Das Hauptfeld der Transatlantik-Flottille mit rund 200 Booten aber nimmt nach wie vor von den Kanaren aus direkten Kurs auf Saint Lucia. Die 2700 Seemeilen bringt das Gros der Flottille, die sich am 25. November auf den Weg machen wird, in rund zweieinhalb bis drei Wochen hinter sich. Die schnelleren Yachten, die in einer eigenen Race Division starten, schaffen die Distanz in der Regel in zehn bis zwölf Tagen.

Der ARC-Rekord steht bei 8 Tagen, 6 Stunden, 29 Minuten und 15 Sekunden. Aufgestellt wurde er 2016 von der "Rambler 88" unter George David aus den USA.   

Pascal Schürmann am 12.11.2018

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