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Totalverlust in der Irischen See

Yacht verliert Ruder und sinkt

  • Fridtjof Gunkel
 • Publiziert am 02.06.2005

Eine Hanse 371 ist nach einem Ruderbruch gesunken. Nach der Beschreibung des Eigners Philip Watson aus Irland wehte es mit 20 bis 30 Knoten, und es stand eine Welle von 1,5 bis 2,0 Meter. Während eines Surfs von rund 11 Knoten Speed habe man einen lauten Knall gehört, und das Boot sei in den Wind geschossen. Das Ruder war gebrochen.

Die Crew hat daraufhin über Kanal 16 Mayday gerufen. In das Schiff drang Wasser ein, vermutlich hatte das herumschlagende Blatt mit dem Reststummel des Schaftes den Koker und/oder das Bodenlaminat beschädigt. Zur Hilfe kam eine in der Nähe befindliche Sun Odyssey 54; die Crew wurde per Beiboot abgeborgen.

Das Yachtzentrum Greifswald, Hersteller der Hanse-Yachten, zu dem Vorfall:

Vom Sinken der Hanse 371 haben wir letzten Donnerstag um 7 Uhr erfahren. Wir waren erschreckt und haben uns sofort entschlossen, unseren Produktionsleiter sowie einen unabhängigen Sachverständigen am selben Tag nach Irland zu schicken, um mit dem Eigner herauszufinden, welche Möglichkeiten zu diesem Schaden geführt haben können.

Völlig unabhängig von uns versucht der Versicherungsmakler, die Firma Pantaenius, eine wahrscheinliche Schadensursache zu finden.
Nach derzeitigem Stand unserer gemeinsamen Konsultation gehen wir davon aus, dass ein nachträglich direkt auf dem Ruderschaft installierter Autopilot die mögliche Ursache sein könnte. Mit eingeschaltetem Autopilot ist das Schiff ca. 10.000 Seemeilen weltweit gesegelt.

Die Firma Pantaenius und das Yachtzentrum Greifswald arbeiten kooperativ zur möglichen Klärung der Schadensursache zusammen und werden die Ergebnisse nach Abschluss der Untersuchung bekannt geben.


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Themen: Hanse 371RuderUnglückVerlust

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